„Vermittler bleiben auf Erfolgskurs“

Cash. sprach mit Thilo Wiegand, Vorstandsvorsitzender der Europace AG, über das Geschäftsmodell der Baufinanzierungsplattform und Trends am Markt für Immobilienfinanzierungen.

„Aufbauend auf den gewachsenen technischen Möglichkeiten, wird an vielen Stellen der Immobilienfinanzierung daran gearbeitet, Geschwindigkeit und Sicherheit zu gewinnen sowie Kosten und Risiken zu verringern.“

Cash.: Wie hat sich der Markt für Baufinanzierung und die Vertriebsprozesse in den vergangenen Jahren verändert?

Wiegand: Betrachten wir die Jahre seit der Finanzkrise, dann sah die erste Zeit einerseits das Verschwinden kapitalmarktfinanzierter, oft ausländischer Darlehensgeber. Andererseits zeigten sich regionale Institute auf Basis ihrer hohen Liquiditätsbestände deutlich verstärkt in der privaten Wohnimmobilienfinanzierung. Information und Anbahnung von Immobilienfinanzierungen haben sich ins Internet verlagert; die Kunden wissen heute mehr und vergleichen. Auch die Vielfalt der Vertriebskanäle nimmt zu: Filialbanken und Sparkassen nutzen das Internet als Vertriebskanal, Direktbanken suchen die Verbindung zum Finanzvertrieb vor Ort, und Online-Hypothekenmakler unterhalten ein flächendeckendes Filialnetz.

Wie beeinflusst die zunehmende Digitalisierung den Markt?

Aufbauend auf den gewachsenen technischen Möglichkeiten, wird an vielen Stellen der Immobilienfinanzierung daran gearbeitet, Geschwindigkeit und Sicherheit zu gewinnen sowie Kosten und Risiken zu verringern. Das zeigen die Europace-Plattform in der Vermittlung und mit ihr die zunehmende Integration aller am Prozess Beteiligten. Das geht so weit, dass ein Kunde seine Unterlagen mit seinem Mobiltelefon selbsttätig zum Vorgang einscannt, die Plattform fehlende Daten aus den Unterlagen in den Vorgang übernimmt und die Dokumente dann den Auszahlungsvoraussetzungen zuordnet. Diese werden später digital zur Bank übertragen, wo sie weitgehend automatisiert geprüft und – nach abschließender Kreditentscheidung – in der elektronischen Kreditakte der Bank verbucht werden.

Seite zwei: „FinTechs gibt es schon lange“

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