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4. März 2015, 15:24
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Berlin: Touristen verdrängen Einheimische

In vielen Stadtteilen Berlins übersteigt das Angebot an Ferienunterkünften die Offerten für lokal ansässige Wohnungssuchende. Kautionsfrei.de, ein Anbieter für Mietkautionsbürgschaften, analysiert die Lage in den Bezirken Mitte, Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Friedrichshain.

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Berlin ist bei Touristen sehr gefragt.

Seit Dezember 2013 ist das Zweckentfremdungsverbot-Gesetz in Berlin in Kraft. Ziel dieses Gesetzes ist es, den Bürgern Wohnraum wieder zur Verfügung zu stellen, der in stark nachgefragten Bezirken vornehmlich Feriengästen ein Domizil bot.

Mehr als ein Jahr später hat sich Kautionsfrei.de damit auseinandergesetzt, wie es aktuell um das Verhältnis von Wohnungen, die als Ferienunterkünfte angeboten werden, und Räumlichkeiten für Wohnungssuchende bestellt ist.

Dafür haben die Immobilienexperten auf dem Marktplatz Airbnb recherchiert, wie viele Unterkünfte einem Reisenden in den Bezirken Kreuzberg, Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain in der Zeit vom 1. bis zum 8. März 2015 angeboten werden. Im Gegenzug wurde geprüft, wie viele Wohnungen ab einem Raum Wohnungssuchende auf Immobilienscout24 in den jeweiligen Bezirken finden.

Touristen dominieren Berlin-Kreuzberg

Die Recherche zeigt, dass die Lage in Kreuzberg besonders prekär ist: Feriengästen stehen nach Angaben von Kautionsfrei.de mit 631 Unterkünften auf Airbnb dort 63 Prozent mehr Privatunterkünfte zur Verfügung, als es freie Mietwohnungen gibt (235).

Auch in Prenzlauer Berg sowie Friedrichshain übersteige das Angebot an privaten Feriendomizilen das an Wohnraum bei weitem. In Prenzlauer Berg wählen Touristen laut Kautionsfrei.de aus 756 Übernachtungsmöglichkeiten ihren Favoriten aus, während die Wohnungsvielfalt mit 371 deutlich geringer ist.

Zwar sei das Angebot an Ferienwohnungen in Friedrichshain mit 498 wesentlich geringer als im Prenzlauer Berg, aber für Suchende sei die Lage mit 393 Wohnungen erfolgversprechender. Überraschenderweise übersteige im Szenekiez Mitte das Wohnungsangebot (596) die Anzahl der Airbnb-Unterkünfte (512).

Allerdings bedeute dies nicht, dass Mieter hier schnell und einfach fündig werden, denn allein die aufgerufenen Mieten schrecken bereits ab, sodass die Wohnungssuche für viele dort gar nicht zur Debatte stehe.

Seite zwei: Vermietung an Reisende ist ein lukratives Geschäft

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