Baufinanzierung: Welche Zinsbindung ist optimal?

Ein anhaltend niedriges Zinsniveau und mögliche Anstiege in den kommenden Jahren – diese Situation stellt Immobilienkäufer und diejenigen, die eine Anschlussfinanzierung benötigen, grundsätzlich vor die Frage, welche Strategie sie bei der Zinsbindung verfolgen sollten.

Dirk Günther, Prohyp: „Kunden können ihre Finanzierung kostenminimal an Veränderungen ihrer Lebenssituation – etwa eine Erbschaft oder der vorübergehende Wegfall des zweiten Gehalts – anpassen“.

„Immobilieninteressenten haben bei der Wahl der Zinsbindung heute wesentlich mehr Möglichkeiten als früher, als beinahe nur Standardzinsbindungen von fünf und zehn Jahren am Markt erhältlich waren. Inzwischen bieten fast alle Finanzierungspartner auch 15-jährige Zinsbindungen an, immer mehr auch 20- oder 30-jährige“, führt Dirk Günther, Geschäftsführer der Interhyp-Tochter Prohyp in München, aus.

Baufinanzierungsmentalität entscheidend

„Welche Zinsbindung die richtige ist, hängt von der Baufinanzierungsmentalität und dem Sicherheitsbedürfnis des Kunden ab. Für Kunden, die langfristige Planungssicherheit oder maximalen Komfort suchen, bietet das momentane Zinstief die Möglichkeit, sich die Niedrigzinsen über einen langen Zeitraum zu sichern.“

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Eine steigende Zahl der Immobilienkäufer macht von dieser Möglichkeit Gebrauch. Nach Auskunft von Michael Neumann, Geschäftsführer der Dr.-Klein-Tochter Qualitypool, Lübeck, wird zwar die zehnjährige Zinsbindung noch immer am häufigsten gewählt, der Anteil der Laufzeiten über mehr als zehn Jahre habe aber in den vergangenen Jahren von unter 20 auf rund 30 Prozent zugenommen.

Trend zu längerer Festschreibung

Marcus Rex, Vorstand BS Baugeld Spezialisten, beobachtet ebenfalls einen deutlichen Trend zu längerer Festschreibung: „Die zehnjährigen Zinsbindungen haben in den letzten fünf Jahren um 25 Prozent abgenommen. In 2014 schlossen über 30 Prozent der Kunden 15 Jahre und länger ab.“

Seite zwei: Volltilgerdarlehen beliebt

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