13. Dezember 2016, 14:47
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DTI Süd: Aufwärtstrend bei Immobilienpreisen hält weitgehend an

Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien im Süden Deutschlands hat sich über alle Immobilienarten hinweg fortgesetzt. Einzig die Kaufpreise für Münchner Eigentumswohnungen sind leicht gesunken. Das sind die Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Immobilienpreise Süd.

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In München gingen die Preise für Eigentumswohnungen im dritten Quartal 2016 leicht um 0,13 Prozent zurück.

Alle Immobilienarten in den südlichen Metropolen Deutschlands kosten im dritten Quartal 2016 mehr als im Quartal zuvor. Allein die Preise für Eigentumswohnungen in München geben minimal nach. Am deutlichsten macht sich nach dem Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) die Preissteigerung für Wohnungen in Frankfurt und Häuser in München mit über vier Prozent bemerkbar.

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Frankfurt: Brexit lässt Preise steigen

Im Vergleich zum Vorjahresquartal falle bei den Frankfurter Immobilien der Anstieg noch am geringsten aus: Für Wohnungen seien 3,21 Prozent mehr fällig als im Vergleichszeitraum 2015, für Häuser seien es 3,17 Prozent.

“In Frankfurt ist der Trend der ersten Jahreshälfte gestoppt. Von der leichten Entspannung auf dem Immobilienmarkt, die wir bis Ende Juni feststellen konnten, ist nichts mehr zu spüren – die Nachfrage hat zugenommen und es werden wieder höhere Preise bezahlt”, so Tatjana Lehr, Leiterin der Niederlassung von Dr. Klein in Frankfurt.

Nach der Entscheidung für den Brexit würden vor allem Angestellte aus der Finanzbranche von London nach Frankfurt ziehen. In zentralen Lagen decke das Angebot schon lange nicht mehr den Bedarf: “Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum werden die benachbarten Städte immer attraktiver – viele ziehen dorthin und pendeln nach Frankfurt”, sagt Lehr.

Hohe Preisspannen

Die Indexwerte für die Metropolregion am Main bleiben laut DTI mit 126,67 für Wohnungen und 120,87 für Ein- und Zweifamilienhäuser weiterhin die niedrigsten in der Region Süd. Die Median-Quadratmeterpreise seien mit 2.765  Euro für Wohnungen und 2.261 Euro für Häuser – mit denen des Raums Stuttgart vergleichbar.

Je nach Lage und Zustand der Immobilie würden die Quadratmeterpreise aber deutlich variieren : Zwischen der günstigsten und der teuersten Wohnung liegen laut DTI über 7.800 Euro pro Quadratmeter die Preisspanne bei Häusern beträgt mehr als 7.100 Euro pro Quadratmeter.

München weiterhin auf Platz eins

Seien die Kaufpreise für Wohnhäuser in München im vorigen Quartal noch minimal zurückgegangen, würden sie im Herbst mit einem Plus von 4,17 Prozent wieder deutlich anziehen. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen würden jedoch 0,13 Prozent günstiger.

Ein Blick auf die Mindest- und Höchstpreise des Quartals (2.394 Euro pro Quadratmeter bis 9.532 Euro pro Quadratmeter), den Medianpreis (5.122 Euro pro Quadratmeter) sowie auf den Indexwert (196,34) lasse vermuten, dass hier kaum mehr Platz nach oben ist.

Auch mit dem Medianpreis für Häuser führe die Region den deutschlandweiten Vergleich an: Für einen Quadratmeter müssten Interessenten 3.750 Euro bezahlen – in Hamburg seien es 2.400 Euro, in Düsseldorf 2.242 Euro. Die Preisspanne ist laut DTI in München für alle Immobilienarten sehr groß: Über 7.400 Euro pro Quadramter bei Häusern, mehr als 7.100 Euro pro Quadratmeter bei Wohnungen.

Stuttgart: Starker Sprung zum Vorjahr

Verglichen mit dem Herbstquartal 2015 verzeichnet die Region Stuttgart nach Ergebnissen des DTI die stärkste Preisentwicklung: Wohnungen liegen 8,09 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, Häuser sogar 10,61 Prozent.

In Bezug auf das zweite Quartal falle die Steigerung moderater aus (Wohnungen: plus 1,61 Prozent, Häuser:  plus 2,23 Prozent) – in Stuttgart setze sich damit der Trend des kontinuierlichen Wachstums bei Immobilienpreisen fort.

Auch die leicht höheren Median-Quadratmeterpreise mit 2.674 Euro für Wohnungen und 2.558 Euro für Häuser) würden dies widerspiegeln. Die Indexwerte von 140,38 (Wohnungen) und 133,11 (Häuser) würden deutschlandweit jeweils in der oberen Hälfte der untersuchten Regionen liegen. (kl)

Foto: Shutterstock

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