Hohe Nachfrage nach Münchner Neubauprojekten

Immobilienkäufer haben in München im ersten Halbjahr 2016 neu gebaute Eigentumswohnungen im Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro erworben. Wichtigstes Kriterium beim Immobilienkauf ist laut Concept Bau das Wertentwicklungspotenzial.

Die Nachfrage der Immobilienkäufer in München ist hoch.

Wegen der enormen Nachfrage nach Immobilien und dem Mangel an verfügbaren Bestandsobjekten greifen Kapitalanleger bei ihren Investments vermehrt auf Neubauten zurück. Allein in München sind die durchschnittlichen Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen nach Angaben von Concept Bau im ersten Halbjahr 2016 auf mehr als 7.350 Euro pro Quadratmeter gestiegen, ein Plus von gut 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

„Besonders private Kapitalanleger mit wenig Erfahrung im Betoninvestment und Bausubstanz entscheiden sich lieber für Neubauten, weil es dabei zu weniger bösen Überraschungen als bei Altbauten kommen kann. Es gibt keinen Wartungsstau“, sagt Emmanuel Thomas, Geschäftsführer des Projektentwicklers Concept Bau.

Im ersten Halbjahr wechselten Objekte für 2,5 Milliarden Euro den Eigentümer

Neubauobjekte machen laut einer aktuellen Statistik des Münchner Immobilienmarktberichtes knapp die Hälfte aller Transaktionen bei Eigentumswohnungen aus. So wurden in München im ersten Halbjahr 2016 rund 2.000 neu gebaute Eigentumswohnungen im Gesamtwert von über einer Milliarde Euro ver- und gekauft – bei den Bestandsobjekten wechselten in den ersten sechs Monaten rund 5.500 Wohnungen den Eigentümer.

Insgesamt investierten im ersten Halbjahr 2016 Käufer rund 2,5 Milliarden Euro in Münchner Wohneigentum. Die Preise zogen binnen eines Jahres um gut zehn Prozent an. Der Grund für die gestiegene Nachfrage liege darin, dass private Kleineigentümer in sichere Kapitalanlagen investieren, in denen sie ihr Geld besser aufgehoben sehen als auf dem Tagesgeldkonto.

Neubauimmobilien bieten laut Concept Bau gegenüber Bestandsimmobilien den Vorteil, dass der Käufer während der Bauphase Wünsche einbringen kann. Darüber hinaus entsprechen neue Wohnobjekte den aktuellen Vorschriften in Sachen Wärmedämmung sowie Energieeffizienz – das erhöhe nicht nur den späteren Mietpreis, sondern erlaube bei der Finanzierung zusätzliche Fördermöglichkeiten durch die KfW.

Anleger investieren bevorzugt lokal

Viele Immobilienneulinge tendierten beim Kauf einer Eigentumswohnung dazu, möglichst in der Nähe der eigenen Haustür zu investieren. Die meisten Immobilienkäufer vertrauten auf ihre lokalen Marktkenntnisse.

„Bei der Immobilie als Kapitalanlage stehen Kriterien wie Sicherheit, Rendite und langfristiges Wertentwicklungspotential im Fokus. Wer an einem Ort kauft, den er selbst seit Jahren kennt, weiß, worauf er sich einlässt und welche Chancen und Risiken eine Mikrolage mit sich bringt“, erklärt Thomas mit Blick auf die Besonderheiten der Infrastruktur direkt vor Ort. (bk)

Foto: Shutterstock

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