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8. Februar 2016, 13:56
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Die Zeit der Schnäppchen ist vorbei

Die Nachfrage nach Immobilienanlagen ist hoch – private Anleger und institutionelle Investoren erwerben in großem Stil Wohn- und Geschäftshäuser. Das Umsatzvolumen ist nach einem aktuellen Marktbericht von Engel & Völkers Commercial bereits im sechsten Jahr in Folge gestiegen.

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Die Nachfrage der Anleger ist insbesondere an B-, C- und D-Standorten stark angestiegen.

Mit bundesweit rund 23,8 Milliarden Euro wurde im Jahr 2015 nicht nur das Vorjahresergebnis um 22,1 Prozent übertroffen, sondern auch der bisherige Rekordumsatz von 23,3 Milliarden Euro aus dem Jahr 2007, teilt Engel & Völkers Commercial mit.

„Die Zeit der Schnäppchen ist endgültig vorbei“, heißt es im aktuell erschienenen „Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2016“ des Unternehmens.

Unbeeindruckt von der Mietpreisbremse

Thema des Jahres 2015 auf den Wohnungsmärkten sei das Inkrafttreten der Mietpreisbremse gewesen. Die tatsächlichen Auswirkungen seien noch nicht absehbar.

Insgesamt ist der Trend steigender Mieten laut E&V weiter ungebrochen, da der Zuzug den hohen Nachfragedruck auf den Wohnungsmärkten anhalten lässt. Die immens ansteigenden Flüchtlingszahlen würden diese Entwicklung insbesondere in den einfachen und mittleren Lagen um ein Vielfaches verstärken.

Kaufpreise weiter gewachsen

Unbeeindruckt von den regulatorischen Markteingriffen entwickelten sich laut E&V die Kaufpreise und die Nachfrage nach Anlageimmobilien, die aktuell einen neuen Höhepunkt erreicht habe.

Aufgrund des begrenzten Angebots und der hohen Kaufpreise in sogenannten A-Lagen, also den sehr guten und guten Wohnlagen, weichen viele Investoren besonders in den Metropolen auf Nebenlagen und mittlerweile auch auf kleinere Städte aus. Dabei seien nicht nur die sogenannten B-Standorte, sondern auch kleinere C- und D-Standorte interessant geworden.

„Der Investitionsfokus war bisher überwiegend auf die Metropolen gerichtet, streift jedoch immer häufiger Städte wie Leipzig, Bremen, Essen oder Nürnberg“, hebt Carsten Rieckhoff, Leiter Research bei der Engel & Völkers Commercial, hervor. Dort seien steigende Verkaufszahlen zu beobachten, wohingegen die Transaktionen in den A-Städten auf sehr hohem Niveau stagnierten.

Metropolen verlieren an Dynamik

„Die Clusterung nach Städtekategorien zeigt auch, dass es in den B-, C- und D-Städten zu signifikanten Zuwächsen bei den Verkaufszahlen und zu einem überdurchschnittlichen Anstieg der Transaktionsvolumina kam“, fasst Rieckhoff zusammen.

In den D-Städten sei der kumulierte Geldumsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 33 Prozent auf 748,6 Millionen Euro gestiegen und mache nun 5,6 Prozent des in den 56 Engel & Völkers Standorten erfassten Gesamtumsatzes aus. Aufgrund des zunehmenden Angebotsmangels sei demgegenüber der Anteil der A-Städte von 64 auf 59 Prozent gesunken.

Seite 2: Zeit der Preisstabilität ist vorbei

 

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