Europäischer Gewerbeimmobilienmarkt wächst

Laut Knight Frank hat sich das Transaktionsvolumen für europäische Gewerbeimmobilien 2015 auf 238,5 Milliarden Euro erhöht. Das entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Laut Einschätzung von Knight Frank bleiben die Aussichten auf dem Gewerbeimmobilienmarkt positiv.

Die Zunahme der Investitionen in europäische Gewerbeimmobilien sei breit gefächert, wobei die Kernmärkte Großbritannien, Deutschland und Frankreich ein Plus von jeweils mehr als 20 Prozent verzeichnen würden. In den peripheren Märkten seien die Transaktionsvolumina besonders stark in Italien und Portugal gestiegen. In beiden Ländern sei der Markt von der aufkeimenden Nachfrage internationaler Investoren angefeuert worden.

Allzeittief bei Renditen

Die hohe Nachfrage nach Anlageobjekten habe die Spitzenrenditen in Europa 2015 weiter nach unten gedrückt, auch wenn der Abwärtstrend in den letzten drei Monaten des Jahres etwas an Tempo verlor. Knight Frank beziffert die gewichtete Durchschnittsrendite für Top-Büroobjekte in Europa mit einem Allzeittief von 4,79 Prozent. Hierzu hätten vor allem die sinkenden Renditen in Amsterdam, Berlin, Brüssel und Lissabon beigetragen.

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Auch der Mietmarkt in Europa habe sich 2015 in der Summe verbessert. Das Vermietungsvolumen an den wichtigsten untersuchten Bürostandorten habe 2015 um zehn Prozent zugelegt, obwohl die beiden größten Städte London und Paris Verluste hinnehmen mussten.

Gestiegene Büromieten

Deutschland, die iberische Halbinsel sowie Zentral- und Osteuropa verzeichneten laut Knight Frank höhere Vermietungszahlen. Der Index für europäische Büromieten sei 2015 um 3,5 Prozent gestiegen, vor allem in Dublin, London, Madrid und Stockholm.

Positiver Ausblick

Nach Einschätzung von Knight Frank wird sich das Mietwachstum im laufenden Jahr auf weitere Städte ausbreiten. „Zwar könnten die Investitionen in Großbritannien im Vorfeld des EU-Referendums im Juni ins Stocken geraten, doch in einigen südeuropäischen Ländern wird die Aktivität steigen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass das Investmentvolumen 2016 in etwa die Vorjahreswerte erreichen wird“, so Andrew Sim, Leiter der Abteilung Europäische Capital Markets.

„2016 gehen wir von noch höheren Vermietungsvolumina aus. Unternehmen zeigen immer mehr Bereitschaft, größere Anmietungsentscheidungen zu treffen. Die hohe Nachfrage für Büroflächen in den besten Innenstadtlagen sollte in Kombination mit der begrenzten Bautätigkeit in einer Reihe europäischer Märkte zu steigenden Mieten führen“, bestätigt Matthew Colbourne, Associate aus dem internationalen Research-Team die positive Einschätzung. (kl)

Foto: Shutterstock

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