Nischenprodukte und Nebenstandorte versprechen höhere Renditen

Einig waren sich die Experten, dass der anhaltende Nachfragedruck die Kaufpreise weiter befeuern wird. „Bei Bieterverfahren haben wir Vervielfältiger bis zum 25-fachen auf dem Markt erlebt“, stellt Hoyer fest.

Dazu sagt Bergmann: „Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Investoren Summen in der Größenordnung von bis zu 100 Millionen Euro investieren wird.“ Jedoch dürfte der deutsche Immobilienmarkt die Nachfrage der Investoren nicht ausreichend decken.

Vielversprechende Nischenmärkte?

Investoren schätzen die Nischenmärkte als attraktive Anlagemöglichkeiten. „Allerdings ist die Komplexität in diesen Immobilienklassen höher, was in der Regel auch höhere Verwaltungskosten nach sich zieht. Das gilt vor allem dann, wenn diese Nutzungsarten in ein klassisches Wohnportfolio aufgenommen werden“, schränkt Hegel ein.

„Sonderimmobilien sind aber keineswegs automatisch attraktivere Investments. Auch hier gilt, dass es wesentlich auf den Mikro-Standort ankommt. Faktoren wie die regionale demografische Entwicklung, die Infrastruktur und die Versorgung im Umfeld der Objekte spielen dabei eine große Rolle“, merkt Bergmann an.

„Der Bedarf an studentischem Wohnraum wird nicht nur wegen der steigenden Studierendenzahlen weiter wachsen. Auch die Nachfrage von Singles, die zunehmend Mikrowohnungen nachfragen, macht sich in diesem Segment immer stärker bemerkbar“, so Eberhardt optimistisch.

Und ergänzt: „Studentenapartments weisen einen Renditespread von bis zu 150 Basispunkten gegenüber klassischen Wohnimmobilien auf und sind gut geeignet, um innerhalb der Assetklasse Wohnen zu diversifizieren. Der Verwaltungsaufwand mag größer sein als bei klassischen Wohnimmobilien, doch gilt das auch für die Renditen, – und zwar bei etwa gleicher Volatilität.“

Seite drei: Sinkende Renditen und steigende Risikobereitschaft

1 2 3Startseite
Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments