Anzeige
1. April 2016, 07:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Frankfurter Immobilienmarkt bleibt im Fokus der Investoren

2015 hat sich der Geldumsatz mit 6,07 Milliarden Euro aus konventionellen Immobilienverkäufen am Frankfurter Grundstücksmarkt um 120 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert erhöht, wie aus einer Analyse von Aengevelt-Research hervorgeht.

Frankfurt-750-shutt 113654791 in Frankfurter Immobilienmarkt bleibt im Fokus der Investoren

Der Immobilienmarkt der Finanzmetropole am Main bleibt weiterhin attraktiv für Investoren.

Damit liege der Wert 32 Prozent über dem Mittel der jüngsten Dekade, das von 2005 bis 2014 bei 4,61 Milliarden per Jahr lag. Zusätzlich wurden nach Analysen von Aengevelt-Reserach auf dem Frankfurter Markt mittels Share-Deals, dem Verkauf von Unternehmens-/Gesellschaftsanteilen, 2,94 Milliarden Euro kontrahiert – nicht zuletzt zur Vermeidung der deutlich von 3,5 Prozent auf sechs Prozent gestiegenen Grunderwerbsteuer.

Transaktionsvolumen verfehlt Höchstwert nur knapp

Das Gesamttransaktionsvolumen am Frankfurter Grundstücksmarkt summiere sich 2015 auf rund 9 Milliarden Euro, ein Milliarde mehr als 2014. Der bisherige Rekordwert sei in 2007 mit 9,2 Milliarden Euro erreicht wurden.

Von dem Transaktionsvolumen aus Grundstückverkäufen entfielen laut Aengevelt 3,78 Milliarden Euro auf bebaute Grundstücke (minus acht Prozent), 724 Millionen Euro auf unbebaute Grundstücke (plus 67 Prozent) und 1,38 Milliarden Euro auf Wohneigentum (plus neun Prozent).

Der Geldumsatz im Bereich der Eigentumswohnungen erreiche mit 1,38 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Er spiegele zusammen mit dem um acht Prozent auf 339.000 Euro gestiegenen mittleren Kaufpreis je Eigentumswohnung die hohe Nachfrage nach Wohneigentum in Frankfurt wider. Dahinter stehe die wachsende Zahl von 732.000 Einwohnern und 411.000 Privathaushalten, denen ein marktaktiver Wohnungsbestand von 96 Prozent des Gesamtbestandes, beziehungsweise 366.000 Wohnungen gegenüberstehe.

Frankfurter Investmentmarkt legt weiter zu

Der Frankfurter Investmentmarkt legte 2015 nach Angaben von Aengevelt um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und erzielte ein Transaktionsvolumen (Asset- und Share-Deals) von 6,4 Milliarden Euro. Getragen werde dieser Umsatzanstieg insbesondere von Share-Deals, die um 900 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 2,94 Milliarden Euro gestiegen seien.

Im Bereich der konventionellen Immobilienverkäufe verlief die Entwicklung unterschiedlich: Während Wohninvestments (Mietzinshäuser, Wohnanlagen) um 210 Millionen Euro auf den Höchstwert von einer Milliarde Euro zugelegt hätten, sei der Geldumsatz im Bereich der Gewerbeinvestments um 580 Millionen Euro auf 2,46 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Anteil ausländischer Investoren am Investmentmarkt habe 2015 sowohl auf Käufer als auch auf Verkäuferseite bei 55 Prozent gelegen.

Spitzenrenditen nochmals gesunken

Die Konzentration der Nachfrage auf Top-Lagen und die Fokussierung auf Core-Objekte mit langfristigen Mietverträgen habe in Frankfurt bei Bürogebäuden dazu geführt, dass die Spitzenrendite im Jahresverlauf 2015 um 40 Basispunkte auf 4,2 Prozent nachgegeben habe. Dies gelte auch für die Anfangsrenditen für Wohn- und Geschäftshäuser: hier habe die Spitzenrendite um 15 Basispunkte auf vier Prozent nachgegeben.

Trends der Marktentwicklung

Die weiterhin hohe Nachfrage nach sicherheitsorientierten Immobilieninvestments würde Frankfurt zu einem der bevorzugten Anlageziele in Deutschland machen. Das Wohninvestmentsegment profitiere vom anhaltenden Einwohner- und Haushaltswachstum mit einem stabilem bis steigendem Transaktionsvolumen. Für 2016 ist nach Analysen von Aengevelt in Frankfurt ein Transaktionsvolumen (Asset-Deals) von bis zu sechs Milliarden Euro möglich. (kl)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...