25. August 2016, 12:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienfonds: Keine Blase in Sicht

Deutschland gilt als “sicherer Hafen” für Immobilieninvestments. Eine Blasenbildung befürchten die Asset Manager trotz weiter steigender Preise nicht.

Auzinger-Kopie-1 in Immobilienfonds: Keine Blase in Sicht

Frank Auzinger, ZBI: “Es wird in Deutschland absehbar nicht auf Halde gebaut.”

Deutsche Immobilien sind derzeit “Everybody’s Darling” für Investoren aus dem In- und Ausland. Ihre Popularität ließ sich erst kürzlich wieder am Trendbarometer der Berlin Hyp ablesen, für das 150 Immobilienexperten aus dem In- und Ausland ihre Einschätzungen abgegeben haben. Nach Angaben der Berlin Hyp wird der Standort Deutschland von einer großen Mehrheit der Befragten als “hoch attraktiv” eingestuft. Rund 82 Prozent bewerteten den deutschen Immobilienmarkt im europäischen Vergleich als “viel” oder “etwas attraktiver”.

Investitionen sind nicht nur direkt oder über offene Immobilienfonds möglich, sondern auch über das Vehikel des geschlossenen Publikums-AIFs. Immobilien sind derzeit die dominierende Assetklasse in diesem Anlagesegment. Rund 20 KAGB-konforme Immobilienfonds befanden sich bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe in der Platzierung, das ist rund die Hälfte aller derzeit vertriebenen Publikums-AIFs. Darunter befinden sich auch mehrere Wohnimmobilienfonds.

Nachfrage übersteigt das Angebot

Während das Neugeschäft und die Platzierungen in fast allen anderen Assetklassen weiterhin eher zäh verlaufen, ist im Immobilienbereich mittlerweile ein konstantes “Grundrauschen” zu vernehmen. Die Fonds werden vergleichsweise zügig ausplatziert und die Asset Manager legen meist direkt im Anschluss Folgeprodukte auf.

Eine Blasenbildung befürchten die Asset Manager trotz weiter steigender Immobilienpreise nicht. “Unser Einkauf basiert auf erfahrenem Research, das Regionen identifiziert, in denen die Nachfrage das Angebot nachhaltig übersteigt. Auch volkswirtschaftlich übersteigt der notwendige Neubaubedarf von etwa 400.000 Einheiten die aktuellen und mittelfristig erkennbaren Fertigstellungen bei weitem. Es wird in Deutschland absehbar nicht auf Halde gebaut”, stellt ZBI-Vorstand Frank Auzinger fest.

Zu wenig Neubau in den Ballungszentren

Im Gegenteil: Wohnraum bleibt speziell in deutschen Großstädten auch künftig Mangelware. Vor allem in großen Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart oder Düsseldorf werden zu wenig neue Wohnungen gebaut, heißt es in einer im Juni veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Insgesamt müssten nach Berechnungen des Instituts in Deutschland bis 2020 jährlich rund 380.000 Wohnungen errichtet werden. Tatsächlich seien im vergangenen Jahr jedoch nur 247.000 Wohnungen gebaut worden. Zu wenig, um den Wohnraumbedarf schnell zu decken.

Seite zwei: Restriktives Verhalten der Banken

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Strategien aus der Zinsfalle: So wird die Lebensversicherung zum alternativen Investment

Das Zinstief entlastet den Staat und enteignet deutsche Sparer. Die setzen weiter trotz Niedrigzinsen auf sichere Anlagen wie Sparbuch, Festgeld und Co. und verlieren mit zunehmender Inflation jährlich Milliarden. Ein Gastbeitrag von Efstratios Bezas , stellvertretender Leiter Vertrieb bei Policen Direkt.

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Verfehlte Wohnungspolitik lässt Zahlen sinken

Einmal mehr sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamts die Zahlen für Baugenehmigungen in Deutschland erneut gesunken. Eine dramatische Entwicklung meint der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

mehr ...

Investmentfonds

Wo geht die Reise für Unternehmensanleihen hin?

In den vergangenen vier Monaten verzeichneten Unternehmensanleihen aus dem Investment Grade-Segment weltweit erfreuliche Zuwächse. Hintergrund hierfür war hauptsächlich die geldpolitische Wende der US-Notenbank Fed. Das fundamentale Umfeld sollte weiter für Unterstützung sorgen. Ein Gastbeitrag von Marc Herres, Union Investment

mehr ...

Berater

Vertrauen? Fehlanzeige: Was Verbraucher wollen

Sinn- und zweckorientierte Verbraucher sind skeptisch, was Datenschutz, Lebensmitteletikettierung und ethische Verantwortlichkeit von Marken betrifft – ein mit 1 Billion US-Dollar beziffertes Risiko für Unternehmen, die Reputation, Markenvertrauen und inhärenter Transparenz keine Priorität einräumen. Warum sich mehr als die Hälfte der Befragten lieber auf die Meinung von Freunden, Kollegen und Gleichgesinnten verlässt. 

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Bundesrat sagt ja zu E-Scootern 
- Das müssen Sie beachten

E-Scooter liegen voll im Trend. Neben den USA haben viele europäische Länder die elektrischen Tretroller bereits zugelassen. Nun zieht Deutschland nach. Am 3. April dieses Jahres hatte das Bundeskabinett die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor beschlossen. Heute folgte der Bundesrat. Arag Rechtsexperte und Rechtsanwalt Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf man als Fahrer zu achten hat.

mehr ...