Anzeige
8. Juli 2016, 12:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Interhyp: Hauskäufer profitieren vom Brexit

Nach dem Brexit-Votum sind die Zinsen für Immobilienkredite auf ein neues Rekordtief gefallen. Anfang Juli sinkt der Satz für zehnjährige Darlehen deutlich unter 1,3 Prozent –  so günstig wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Das zeigt eine Auswertung der Interhyp AG.

Baufinanzierung-zinsen in Interhyp: Hauskäufer profitieren vom Brexit

Trotz Baufinanzierungszinsen auf Rekordtief ist die Gefahr eines Zinsanstiegs gegeben, mittelfristig ist allerdings mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen.

“Der Brexit-Schock hat nicht nur das Pfund auf Talfahrt geschickt, sondern ebenfalls die ohnehin niedrigen Zinsen bei Immobilienkrediten nochmals etwas sinken lassen”, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Laut Interhyp-Bauzins-Trendbarometer ist langfristig jedoch trotz der Unsicherheiten an den Märkten ein leichter Zinsanstieg wahrscheinlich.

Folge der EZB-Politik

Die derart günstigen Darlehen seien eine Folge der seit Jahren anhaltenden expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zur Konjunktur- und Inflationsbelebung. “Auch die Flucht der Investoren in langfristige deutsche Staatsanleihen, die ein wichtiger Indikator für das Baugeld sind, prägt das aktuelle Zinsumfeld”, so Goris.

“Angesichts der Unsicherheiten an den Märkten nach dem Brexit-Votum und durch die schwelende Bankenkrise in Italien ist Sicherheit gefragt: Zehnjährige Bundesanleihen sind zuletzt ins Minus gerutscht – ebenfalls auf ein neues Rekordtief”, erklärt Goris.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Interhyp Zinsentwicklung 07 16 Newsaktuell in Interhyp: Hauskäufer profitieren vom Brexit

Immobilieninteressenten, die trotz des anhaltenden Immobilienbooms in Deutschland ein geeignetes Objekt gefunden haben, sollten die Gunst der Stunde nutzen, rät Interhyp. Das günstige Zinsniveau erlaube die Aufnahme von Immobiliendarlehen zu monatlichen Kreditraten, die mancherorts auf Mietniveau liegen.

Risiko Anschlussfinanzierung vermeiden

Goris empfiehlt weiterhin hohe Anfangstilgungen von möglichst drei und mehr Prozent, um die Kreditkosten und die Darlehenslaufzeit zu minimieren. Die Taktik einer hohen Tilgung könne zudem das Risiko einer zu teuren Anschlussfinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung minimieren. Gänzlich umgehen lasse sich dieses Risiko durch so genannte Volltilgerkredite.

Die Gefahr höherer Zinsen ist laut aktuellem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer durchaus gegeben. Mittelfristig sei demnach zwar eine Seitwärtsbewegung bei den Zinsen am wahrscheinlichsten, wobei Konditionsausschläge möglich sind. Langfristig könnten sich Fundamentaldaten und die Auswirkungen der amerikanischen Notenbankpolitik jedoch in einem Zinsanstieg widerspiegeln. (kl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

ERGO forciert Lebensversicherung

ERGO holt Markus Krawczak zum Januar 2019 als Vorstand für den Maklervertrieb Leben. Zusätzlich hat ERGO zum 1. November 2018 das neue Ressort betriebliche Altersversorgung gegründet. Dieses wird von Jan Niebuhr geleitet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...