14. November 2016, 12:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Maas will Älteren den Zugang zu Immobilienkrediten wieder erleichtern

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will älteren Menschen den Zugang zu Immobilienkrediten wieder erleichtern. Er hatte im März eine EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt, die strengere Regeln für Wohnimmobilienkredite vorsieht.

Eigenheim-haus-shutt 140005960 in Maas will Älteren den Zugang zu Immobilienkrediten wieder erleichtern

Aufgrund der Regelungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie ist es für Ältere und junge Familien schwieriger geworden, einen Immobilienkredit aufzunehmen.

“Es darf nicht sein, dass gerade ältere Bankkunden wegen dieser EU-Richtlinie eventuell nur noch schwer einen Kredit erhalten”, sagte Maas der “Rheinischen Post”. “Diese nicht gewünschte Wirkung gehört abgeschafft, und zwar schnell.” Etwaige Rechtsunsicherheiten müssten beseitigt werden. “Wir sind mit dem Bundesfinanzministerium dazu in guten Gesprächen.”

Bundesregierung will Konzept vorlegen

Möglich sei, die Umsetzung der Richtlinie noch einmal anzupassen beziehungsweise auf dem Verordnungsweg oder über die Bankenaufsicht Bafin für mehr Klarheit zu sorgen. “Das müssen wir in den kommenden Wochen klären und werden dann als Bundesregierung ein entsprechendes Konzept vorlegen.”

Einige Sparkassen und Genossenschaftsbanken klagen, dass das “Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie” die Kreditvergabe dämpfe. Vor allem ältere Menschen und junge Familien hätten zunehmend Probleme, ein Darlehen zu bekommen. Mehrere Bundesländer fordern von Maas eine Korrektur.

Die EU-Richtlinie soll verhindern, dass sich Verbraucher bei Immobilienkrediten überheben. Die Banken sollen Immobiliendarlehen nur vergeben, wenn das Einkommen der Kunden zur Abzahlung zu Lebzeiten ausreicht – und zwar über die gesamte Laufzeit des Kredits. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

2 Kommentare

  1. Diese EU wird sich mit ihren nicht nachvollziehbaren Gesetzen, respektive Vorschriften, hoffentlich selbst ad absurdum führen. Nur die Maastricht-Verträge, die eine wesentlich größere Relevanz haben, sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen.

    Kommentar von Eugen Klaholz — 14. November 2016 @ 17:03

  2. Wie weltfremd sind doch Politiker. Als würde sich ein Erbe der ein Haus im Wert von 600.000,– € erbt nicht freuen, wenn er nur noch 100.000,– € zurück zu zahlen hätte. Nur weil eine Mensch im eigenen Leben nicht alles zurück zahlt, bleibt doch seinen Erben immer noch die Chance frei zu wählen ob sie übernehmen oder nicht. Wird das Haus verkauf, tilgt sich der Kredit von selbst. Es geh tum laufenden Liquidität und Lebzeiten und nicht um komplette Tilgung. Wer das einschränkt entzieht einer großen Anzahl Immobilieninvestoren jede Möglichkeit sich ein Haus zu finanzieren oder eine Wohnung.

    Kommentar von Konrad Schultheiß — 14. November 2016 @ 16:46

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...