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28. Oktober 2016, 14:54
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DTB: Trend in der Baufinanzierung setzt sich fort

Der Dr. Klein Trendindikator fasst die Trends in der Baufinanzierung zusammen: Die monatliche Standardrate sinkt weiter, die Tilgung steigt auf einen neuen Rekordwert und die Sollzinsbindung und der Beleihungsauslauf verändern sich kaum. Gastkommentar von Stephan Gawarecki, Dr. Klein.

Dr-Klein-Stephan-Gawarecki in DTB: Trend in der Baufinanzierung setzt sich fort

Stephan Gawarecki: “Im September setzt sich der Trend fort, nach dem sich Kreditnehmer eher für solide Finanzierungen entscheiden.”

Fast klingt es wie der Refrain eines wohlbekannten Liedes: Im September sanken die Zinsen für Baufinanzierungen in Deutschland erneut. Infolgedessen befindet sich die monatliche Rate für ein angenommenes Immobiliendarlehen (Darlehenssumme: 150.000 Euro, Tilgung: zwei Prozent, Beleihungsauslauf 80 Prozent, zehnjährige Sollzinsbindung) erneut auf einem Tiefstand von 420 Euro.

Damit sinkt die Rate seit September 2015 kontinuierlich. Damals mussten Darlehensnehmer noch deutlich tiefer in die Tasche greifen: Knapp 80 Euro mehr wurden fällig.

Trend setzt sich fort

Im September setzt sich der Trend fort, nach dem sich Kreditnehmer eher für solide Finanzierungen entscheiden. So zieht beispielsweise die Tilgung nochmals an: Bei 3,18 Prozent liegt sie nun. Der Beleihungsauslauf beträgt 78,45 Prozent und pendelt sich damit auf einem hohen Niveau ein. Das zeigt, dass Kunden Immobilien nicht über das gesunde Maß belasten.

Auch die Zinsbindung bleibt mit 14 Jahren und sechs Monaten fast gleich: Kreditnehmer möchten sich die günstigen Konditionen für einen möglichst langen Zeitraum sichern und das Zinsänderungsrisiko reduzieren. Noch vor einem Jahr betrug die Zinsbindung im Durchschnitt zwei Jahre weniger (September 2015: zwölf Jahre und fünf Monate).

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Dtb September 2016 in DTB: Trend in der Baufinanzierung setzt sich fort

Forward-Darlehen verzeichnen steigende Beliebtheit

Der Anteil an Annuitätendarlehen sinkt im Vergleich zum Vormonat etwas auf 72,66 Prozent (August: 73,14 Prozent). Forward-Darlehen dagegen steigen im Vergleich zu August (14,25 Prozent) leicht auf 14,91 Prozent. Der Anteil an KfW-Darlehen nimmt marginal ab: von 9,19 Prozent auf 8,87 Prozent. Das Variable Darlehen bleibt bei knapp einem Prozent (August: 1,01 Prozent).

Da die Rahmenbedingungen für Baufinanzierungen 2011 grundlegend anders waren – die Zinsen befanden sich auf einem höheren Niveau – gestalteten sich auch die Parameter sehr unterschiedlich.

So fielen die Tilgung mit 1,93 Prozent und die Zinsbindung von zehn Jahren und fünf Monaten deutlich geringer aus. Zum Vergleich: 2016 sind es über ein Prozentpunkt mehr und knapp vier Jahre länger. Die Differenz der monatlichen Rate zwischen 2016 und 2011 beträgt für das beispielhafte Darlehen 683 Euro. Demnach mussten Darlehensnehmer damals über 260 Euro mehr zahlen.

Stephan Gawarecki ist Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG

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