Immobiliennachfrage: Beliebtheit behindert Assetbeschaffung

Die Asset Manager allerdings gehören nicht dazu. „Die Kaufpreise für Immobilien sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Aufgrund unseres starken Akquisitionsnetzwerks und der Tatsache, ganze Immobilienpakete erwerben zu können, gelingt es uns selbst in diesem Marktumfeld günstige Erwerbspreise von Immobilien in diesem stark geprägten Käufermarkt zu erzielen. Sofern der Mietzins in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Objektpreisen steht, ist die Gefahr einer Blasenbildung als durchaus gering einzustufen“, erklärt Auzinger.

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„Tatsächlich ist es doch beispielsweise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt so, dass Preisaufholungen, wie dies bereits in der Vergangenheit bei anderen Metropolstädten Europas der Fall war, in den deutschen Städten weitgehend ausgeblieben sind. Das wird nicht zuletzt dadurch belegt, dass beispielsweise die Hauptstadt Berlin für Großinvestoren nach wie vor von großer Bedeutung ist und unserer Meinung nach auch zumindest mittelfristig bleiben wird“, so Auzinger.

Probleme bei der Assetbeschaffung

Die hohen Preise führen aber durchaus zu Problemen bei der Assetbeschaffung. „Wir stellen fest, dass es zunehmend schwieriger wird, vernünftige, qualitativ hochwertige Immobilien zu vertretbaren Preisen zu bekommen“, sagt Patrick Brinker, Geschäftsführer von HTB.
„Zwar gibt es weiterhin Möglichkeiten zu investieren, vor allem wenn man einen langfristigen Anlagehorizont hat. Dann rücken Standorte in den Fokus, bei denen man sich vergleichsweise sicher sein kann, dass die Preise stabil bleiben. Einfacher wird es jedoch nicht.“

Nischen finden

Institutionelle Anleger gehen laut Brinker mit anderen Vorstellungen an die Sache heran als Privatanleger: „Erstere akzeptieren mittlerweile Renditen unter drei Prozent. Privatanleger schauen dagegen immer noch gerne nach Ausschüttungsrenditen von fünf Prozent plus, und da wird es dann im aktuellen Marktumfeld bei Core-Immobilien schwierig.“

Deshalb müsse man Nischen finden, die für die Institutionellen weniger gesucht werden, wie den Zweitmarkt oder auch Bestandsentwicklungen. (kb)

Foto: HTB

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