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6. April 2016, 08:06
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Aengevelt analysiert Umsatzhoch am Berliner Grundstücksmarkt

Am Berliner Grundstücks- und Immobilienmarkt hat sich wie von Aengevelt Research prognostiziert die überdurchschnittliche Marktdynamik fortgesetzt: Der Geldumsatz (Asset- und Share-Deals) erreichte 2015 mit 20,7 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, der den bisherigen Spitzenwert von 2007 (18,8 Milliarden Euro) übertrifft.

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Berliner Bürotürme: Der größte Anteil am gewerblichen Transaktionsvolumen entfällt auf Büroimmobilien.

Im Vorjahresvergleich hätten sowohl die Asset-Deals von 13,8 Milliarden Euro in 2014 auf 16,8 Milliarden Euro, als auch die Share-Deals von 2,5 Milliarden Euro auf vier Milliarden Euro zugelegt. Von den Transaktionsvolumen aus Immobilienverkäufen (Asset-Deals) entfielen nach Angaben von Aengevelt Research 10,5 Milliarden Euro auf bebaute Liegenschaften, was einem Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, 0,98 Milliarden Euro auf unbebaute Liegenschaften (plus acht Prozent) und 5,26 Milliarden Euro auf Wohn- und Teileigentum (plus 29 Prozent).

Analog zum gesamten Immobilienmarkt seien auch im Investmentbereich die Geldumsätze (Asset- und Share-Deals) 2015 gegenüber dem Vorjahr um drei Milliarden Euro, beziehungsweise 27 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro gestiegen. Damit liege der Geldumsatz 43 Prozent über dem Durchschnitt der letzten Dekade (9,9 Milliarden Euro).

Gewerbebereich überholt Wohninvestments

Diese Ergebnisse zeigten das Interesse nationaler und internationaler Investoren auf. Der Gewerbebereich habe mit 7,8 Milliarden Euro Transaktionsvolumen die Wohninvestmentsparte mit einem Volumen von 6,3 Milliarden Euro als größtes Teilsegment des Berliner Investmentmarktes abgelöst.

Im Vergleich zum Vorjahr von 6,8 Milliarden Euro auf 6,3 Milliarden Euro um neun Prozent gesunken sei der Geldumsatz im Wohninvestmentbereich. Der Dekadendurchschnitt sei dennoch um 500 Millionen Euro übertroffen worden. Der gesunkene Umsatz sei allein auf den Bereich Asset-Deals zurückzuführen.

Sinkende Renditen

Der Berliner Gewerbeinvestmentmarkt legte dagegen nach Analysen von Aengevelt-Research sowohl bei den Asset-Deals von 3,5 Milliarden Euro auf 5,4 Milliarden Euro als auch bei den Share-Deals von 0,9 Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro deutlich zu, so dass der Gesamtumsatz mit 7,8 Milliarden Euro den Vorjahreswert um nahezu 80 Prozent übertrifft. Mit knapp 57 Prozent sei der größte Anteil am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen auf Büroimmobilien entfallen.

Der hohe Nachfrageanteil institutioneller Investoren konzentriere sich auf Core und Coreplus Immobilien. Das Angebot dieser Produkte bliebe jedoch knapp, so dass das Renditeniveau inzwischen in allen Asset-Klassen auf einem für Berlin niedrigen Niveau liege. Für erstklassige Geschäftshäuser in Top-A-Lagen habe die Spitzenrendite im Jahresverlauf von 4,3 Prozent pro anno auf vier Prozent nachgegeben.

Reine Büroobjekte in A-Lagen würden mit einer Rendite von 4,25 Prozent 45 Basispunkte unter dem Vorjahresergebnis liegen. Am niedrigsten seien die Spitzenrenditen für Top-Wohnimmobilien, hier liege die Einstiegsrendite bei 3,65 Prozent pro anno. Die gängigen Renditen im Wohnsegment seien zwischen 3,7 Prozent und 5,5 Prozent.

Anlagedruck bleibt 2016 bestehen

Auch für 2016 rechnet Aengevelt Research mit anhaltend hoher Liquidität und einem daher weiterhin bestehenden Anlagedruck. Berlin bleibe eines der bevorzugten Anlegeziele Deutschlands. Gefragt blieben aufgrund des Mangels an Alternativen und des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sicherheitsorientierte Immobilieninvestments.

Gleichzeitig fördere das dynamische Büromarktgeschehen sowie die hohe Investorennachfrage im Gewerbesegment zunehmend spekulative Projektentwicklungen. Das Berliner Wohninvestmentsegment profitiere vom anhaltenden Einwohner- und Haushaltswachstum mit weiterhin überdurchschnittlichen Transaktionsvolumina. Für das laufende Investmentjahr sei mit weitgehend stabilen Renditen auf niedrigem Niveau zu rechnen. (kl)

Foto: Shutterstock

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