5. Februar 2016, 13:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preise im Top-Wohnungssegment in London legen leicht zu

Die Kombination aus steigender Nachfrage und die nahende Deadline zu einer wahrscheinlich weiteren Erhöhung der Grundstückstransaktionssteuer – auch Stempelsteuer genannt – im April hat in den letzten beiden Monaten zu mehr Verkäufen auf dem Markt für Top-Wohnimmobilien in Central London geführt.

Central-London in Preise im Top-Wohnungssegment in London legen leicht zu

Terrace Houses in Central London

Nach einem Tief im Herbst hat das Transaktionsvolumen für Luxusobjekte auf dem Wohnimmobilienmarkt in Central London wieder angezogen. “Das lässt vermuten, dass Käufer und Verkäufer allmählich die Erhöhung der Steuer für Grundstückstransaktionen vom Dezember 2014 verdaut haben”, kommentiert Tom Bill, Leiter für das Londoner Research von Wohnimmobilien bei der internationalen Immobilienberatung Knight Frank.

Damals war die Stempelsteuer für Wohnungen und Häuser in einem Wert von mehr als 1,1 Millionen Pfund gestiegen. “Die Angebotspreise spiegeln immer stärker, dass die Stempelsteuer erhöht wurde und die Preisentwicklung insgesamt flau war.” In der Tat hat die hohe Zahl der Marktkommentare und der Medienberichte zur Abkühlung des Luxuswohnimmobilienmarktes in Central London dazu beigetragen, dass die Verkäufer nun eher akzeptieren, dass die Preise in diesem Segment seit dem Sommer 2014 nahezu stabil war.

Anpassung der Preise nach unten

Während sich die Preise in östlichen Teilmärkten wie Islington und der City etwas besser entwickelt haben, sind sie in den letzten 18 Monaten per Januar 2016 in Märkten wie Westminster und Kensington & Chelsea im Schnitt um 0,3 Prozent gesunken. Daher orientieren sich Käufer gern am Preisniveau von 2014. Die Angebotspreise müssen häufig um zehn Prozent oder mehr nach unten angepasst werden, um auf eine Nachfrage zu treffen. Trotz der etwas höheren Nachfrage der letzten beiden Monate lag das Niveau im zweiten Halbjahr 2015 um 17 Prozent niedriger als im zweiten Halbjahr 2014.

Erhöhung der Stempelsteuer in Sicht

Der leichte Aufwind ist zum Teil durch die voraussichtlich anstehende Erhöhung der Stempelsteuer im April 2016 getrieben. Nach derzeitigen Vorschlägen müssen Käufer zusätzliche drei Prozent Stempelsteuer berappen, sofern sie die Immobilie als Zweitwohnsitz nutzen oder vermieten wollen. Die Preise für Top-Objekte im Wohnungssektor von Central London sind laut Knight Frank im Januar 2016 um 0,1 Prozent gestiegen. Das ist das erste Plus seit Juli 2015.

Im Jahresvergleich haben sich die Preise per Ende Januar 2016 geringfügig um 1,2 Prozent erhöht, nachdem sie im November 2015 mit 0,9 Prozent ein Sechs-Jahrestief erreicht hatten. Im letzten Quartal 2015 haben die Besichtigungen gegenüber 2014 um vier Prozent zugelegt. Die hohe Preissensitivität bedeutet, dass Käufer sehr bedacht agieren. Daher wurden 2015 auch sieben Prozent mehr Verkaufsangebote wieder vom Markt genommen als 2014. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Drei Gründe, warum die Grundrente nicht kommen darf

Unseriös gegenfinanziert, mit der Verfassung nicht vereinbar und in vielfacher Hinsicht ungerecht: Die Grundrente von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil sollte nicht Gesetz werden. Drei Gründe, warum die Grundrente in der Form nicht so kommen darf. Ein Standpunkt von INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

mehr ...

Immobilien

Jahresendrallye bei Immobilienpreisen im Norden und Osten

Nicht nur an den Aktienmärkten werden Höchstmarken erreicht – auch die Immobilienpreise klettern zum Jahresende kräftig: In allen untersuchten Metropolregionen steigen sie deutlich. Die Häuserpreise in Berlin legen im Vergleich zum Vorjahr um von fast 14 Prozent zu – absoluter Spitzenwert in den Metropolregionen in Nord und Ost.

mehr ...

Investmentfonds

BVI: Mit Fonds Girokonto und Tagesgeld schlagen

Trotz Zinsflaute oder gar Strafzinsen bei einigen Banken horten Deutsche einen großen Teil ihrer Ersparnisse auf Giro- und Tagesgeldkonten, Sparbüchern oder als Bargeld. Ende des dritten Quartals vergangenen Jahres waren es laut Bundesbank 2,5 Billionen Euro. Eine Analyse des BVI zeigt, dass die Angst vor Kursverlusten in der Altersvorsorge bei langen Anlagezeiten unbegründet ist. Sparer sind also gut beraten, bereits in jungen Jahren die private Altersvorsorge mit Aktien oder Aktienfonds zu beginnen.

mehr ...

Berater

Digitaler Gewerbeversicherer Mailo AG und Plattform Thinksurance kooperieren

Seit Anfang des Jahres können die digitalen und individuell anpassbaren Versicherungslösungen für Unternehmer und Gewerbetreibende der mailo Versicherung auch über Thinksurance abgeschlossen werden. Damit erweitert die Plattform ihr Portfolio um einen neuen digitalen Anbieter.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ökorenta bringt Spezial-AIF für Erneuerbare Energien

Die auf Investitionen in Erneuerbare Energien spezialisierte Ökorenta aus Aurich bietet professionellen und semiprofessionellen Investoren die Beteiligung an einem breit gestreuten Portfolio an Wind- und Solarparks an. Initialkosten fallen den Angaben zufolge nicht an.

mehr ...

Recht

Autokredit: Landgericht Ravensburg bremst Bundesgerichtshof aus

Das Landgericht Ravensburg hat mit Beschluss vom 07.01.2020 – AZ. 2 O 315/19 – dem Europäischen Gerichtshof im Zusammenhang mit dem Widerruf eines Autokredits Fragen zur Auslegung der Europäischen Richtlinie vorgelegt. Es geht hierbei u.a. um die Frage, ob und wie beispielsweise Verzugszinsen in einem Verbraucherdarlehen anzugeben sind. Ein Kommentar von Oliver Renner, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in der Kanzlei Rechtsanwälte Wüterich Breucker.

mehr ...