14. April 2016, 11:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preisunterschiede für Immobilien in Bayern immer größer

Bei den Preisen für Wohnungen und Häuser in Bayern ist nach Einschätzung der bayerischen Sparkassen-Finanzgruppe keine Entspannung in Sicht. Im vergangenen Jahr seien gebrauchte Eigentumswohnungen im Schnitt um acht Prozent teurer geworden – mit einer ähnlichen Größenordnung rechnen die Makler der Sparkassen und der LBS auch in diesem Jahr.

Bayern in Preisunterschiede für Immobilien in Bayern immer größer

Bayerische Eigentumswohnungen werden auch in diesem Jahr voraussichtlich im Schnitt acht Prozent teurer, die regionalen Preisunterschiede nehmen dabei immer weiter zu.

“Investoren wie Eigennutzer sind vor allem an Immobilien in Städten oder deren näherem Umfeld interessiert”, sagte der Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-Gesellschaft, Paul Fraunholz, am Mittwoch in München.

Die Preisunterschiede innerhalb Bayerns werden dabei aber immer größer: Für den Preis eines Ein- oder Zweifamilienhauses in München könnten sich Verbraucher in einigen Regionen Oberfrankens inzwischen schon fünf Häuser kaufen: In Hof, Kulmbach oder Cham seien Häuser in einer mittleren bis guten Lage bereits für weniger als 200 000 Euro zu haben.

München bleibt für ausländische Investoren attraktiv

In München hingegen sei nach den Preiserhöhungen der vergangenen Jahre kaum noch ein Haus unter einer Million Euro zu bekommen, sagte Fraunholz. “Otto Normalverbraucher” mit einem normalen Gehalt können ein Haus in der bayerischen Landeshauptstadt kaum finanzieren.

Viele Käufer hätten aber soviel Eigenkapital, dass ein Kredit kein großes Thema sei. Zudem spielen nach Beobachtung der Makler immer mehr internationale Kunden auf dem Immobilienmarkt mit, denen die Preise in München im Vergleich zu London oder Paris immer noch günstig erschienen.

Nullzinspolitik steigert Immobiliennachfrage

Im Mittelfeld liegen die Häuserpreise im Freistaat mit 450 000 bis 550 000 Euro in Nürnberg, Augsburg, Rosenheim, Lindau oder Neu-Ulm. Noch teurer wird es in Regensburg, Ingolstadt, Landsberg oder Bad Tölz mit 550 000 bis 700 000 Euro. Darüber liegen vor allem die Landkreise rund um München sowie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern.

Die Immobilien-Plattform Immobilienscout24 rechnet auch in Zukunft mit großem Interesse an Immobilien. Spätestens seit der Nullzins-Entscheidung der Europäischen Zentralbank stehe fest, dass günstiges Baugeld auch in den kommenden Jahren verfügbar sein wird. Das werde die Nachfrage nach Wohneigentum auf einem hohen Niveau halten, insbesondere in den gefragten Ballungszentren, hatte Chefanalyst Jan Hebecker nach der EZB-Entscheidung erklärt.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

EUROPA: Neuer Premium-Tarif in der Risiko-Lebensversicherung

Die EUROPA erweitert zum 1. Juli ihren Premium-Tarif in der Risiko-Lebensversicherung. Eine Marktneuheit ist dabei ein Baustein, der die Pflege von Angehörigen berücksichtigt. Zusätzlich führt die EUROPA einen neuen Partnerschutz ein und bietet deutlich höhere Leistungen beim Kinder-Bonus.

mehr ...

Immobilien

Mietendeckel: Investitionen brauchen Planungssicherheit

Zwischen statistischem Bundesamt und Immobilienverbänden brodelt es gewaltig. Streitpunkt heute: Wie die hoch die Anzahl der Baugenehmigungen ist. Was Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, dazu meint.

mehr ...

Investmentfonds

SpVgg Unterhaching: Fußball-Aktie kann gezeichnet werden

Der SpVgg Unterhaching ist nun offiziell an der Börse notiert. Fußballfans können die Aktien für 8,10 Euro zeichnen. Welchen Beitrag Käufer damit für die Entwicklung des Münchener Traditionsclubs leisten.

mehr ...

Berater

Intrapreneur: Reizen Aktien Mitarbeiter zu mehr Unternehmertum an?

Ergebnisse der Global Equity Insights Survey 2019 zeigen, dass die Verbreitung langfristiger variabler Vergütung  auch auf niedrigeren Hierarchieebenen voranschreitet. Wieso sich Märkte und Unternehmen nun langfristigen Bindungen durch Aktienplänen öffnen.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...