Wohninvestmentmarkt: Angebotsmangel lässt Preise steigen

Der Transaktionsumsatz in den ersten neuen Monaten 2016 auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt liegt 61 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das geht aus einer Analyse von CBRE hervor.

Die Nutzung des Wohn-Riesters ist an Auflagen gebunden. So muss die geförderte Immobilie selbst genutzt und darf nur vorübergehend vermietet werden.
Auf dem Wohninvestmentmarkt ist die Assetknappheit immer deutlicher zu spüren. Kleinere Transaktionen und Projektentwicklungen entwickeln sich zu Trends.

In den ersten neun Monaten 2016 wurden auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt rund 7,2 Milliarden Euro in Wohnpakete und Wohnanlagen ab einer Größenordnung von 50 Wohneinheiten umgesetzt. Das ist eines der Ergebnisse einer Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

Dieser Transaktionsumsatz liege 11,3 Milliarden Euro unter dem Wert der ersten drei Quartale von 2015. Das aktuelle Quartalsergebnis mit 2,2 Milliarden Euro liege knapp über dem Durchschnitt der jeweiligen Ergebnisse des dritten Quartals der vergangenen fünf Jahre.

„Die Angebotsknappheit auf dem Markt für Wohnportfolios setzt sich fort. Dies resultiert auch im dritten Quartal in einem weiteren Preisanstieg am Wohninvestmentmarkt“, sagt Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment bei CBRE in Deutschland.

Kleinere Portfolios sind beliebt

„Rechnet man die drei großen Übernahmen von 2015 heraus, liegt der Transaktionsumsatz der ersten neun Monate von 2016 lediglich eine halbe Milliarde Euro unter dem des Vorjahreswertes“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.

Der Zusammenschluss der GAGFAH mit der Deutschen Annington zur neuen Vonovia, die Übernahme der Westgrund durch die Adler Real Estate und der Erwerb der Südewo-Gruppe durch die Deutsche Annington in den ersten drei Quartalen 2015 hätten zusammen etwa 10,7 Milliarden Euro betragen. Im aktuellen Jahr habe es bisher keine Großtransaktionen über 500 Millionen Euro gegeben.

Zum vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Wohnportfoliotransaktionen in Deutschland (ab 100 Wohneinheiten) – Vorjahresvergleich ohne Übernahme der GAGFAH, Westgrund AG und Südewo

 

portfoliotransakt
Quelle: CBRE Research, Q3 2016.

Seite zwei: Projektentwicklungen und Preissteigerung in Ballungsräumen

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