5. April 2016, 08:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Mehr Nachfrage – trotzdem weniger Paketkäufe

Deutsche Wohnimmobilien sind bei Investoren nach wie vor stark gefragt – trotzdem wird nach Einschätzung von Savills das Volumen der Käufe im laufenden Jahr deutlich zurückgehen.

Wohnhaeuser-berlin-shutt 230199586-Kopie in Wohnimmobilien: Mehr Nachfrage – trotzdem weniger Paketkäufe

Verkäufe größerer Wohnungspakete werden nach Einschätzung von Savills im laufenden Jahr die Ausnahme bleiben.

Obwohl das Marktumfeld für deutsche Wohnimmobilien günstig ist, sank nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Savills das Transaktionsvolumen am deutschen Wohninvestmentmarkt im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um 85 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Allerdings habe die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington im Vorjahr auch für den höchsten je in einem Quartal registrierten Umsatz gesorgt. Lasse man diese Transaktion unberücksichtigt, ergebe sich im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von 27 Prozent.

Paketverkäufe bleiben die Ausnahme

Dennoch deute sich für dieses Jahr – nicht zuletzt wegen der gescheiterten Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia – ein deutlicher Umsatzrückgang an, so Savills. Ein weiterer wesentlicher Grund dafür sei die extrem geringe Verkaufsneigung der Eigentümer, zumal die Leitzinssenkung eine rentierliche Reinvestition von Verkaufserlösen nochmals erschwert habe.

Verkäufe größerer Wohnungspakete würden daher im laufenden Jahr die Ausnahme bleiben. Im ersten Quartal wechselten lediglich vier Portfolios mit jeweils mindestens 1.000 Einheiten den Eigentümer. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre waren es mehr als doppelt so viele.

Drastische Angebotsverknappung

„Wir beobachten eine drastische Angebotsverknappung, die sich auch im Preisniveau widerspiegelt. In den letzten drei Monaten stiegen die Preise nochmals deutlich auf nun knapp 76.000 Euro je Einheit an“, erläutert Karsten Nemecek, Managing Director Corporate Finance – Valuation bei Savills Germany.

„Der Aufbau größerer, homogener Portfolios ist in dem aktuellen Marktumfeld kaum noch möglich und lässt sich am ehesten mit einer Beteiligung an bestehenden Plattformen realisieren“, ergänzt Matthias Pink, Director und Head of Research bei Savills Germany.

Eine steigende Zahl von Kaufgelegenheiten lasse sich einzig im Projektentwicklungssegment beobachten. Das mit Projektentwicklungen erzielte Transaktionsvolumen sei mit circa 540 Millionen Euro höher als in jedem Quartal des Vorjahres. Aufgrund der deutlich steigenden Neubauaktivität sei im weiteren Jahresverlauf mit einer Fortsetzung dieses Aufwärtstrends zu rechnen. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...