4. Mai 2017, 07:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Achtung Immobilienerbe: Die fünf größten Fallen

Eine Immobilie zu erben, kann sehr teuer werden. Wer das Erbe annimmt, der haftet auch mit dem eigenen Vermögen für die Schulden des Erblassers. Wer von seinem Erbe profitieren will, der sollte die folgenden Fehler vermeiden.

Haus-erbe-testament-geld-euro-shutterstock 55622434 in Achtung Immobilienerbe: Die fünf größten Fallen

Auch das Erbe von unbelasteten Immobilien kann zur finanziellen Belastung werden.

Nicht jede Immobilie bringt dem, der sie erbt, auch einen finanziellen Gewinn. Ist das Haus oder die Wohnung mit einer Hypothek belastet oder im desolaten Zustand, kann es besser sein, das Erbe auszuschlagen. Doch ein verschuldeter Erblasser ist nicht die einzige Gefahr.

Vermögensverhältnisse nicht prüfen

Erben haben nur sechs Wochen Zeit, um ihr Erbe auszuschlagen. In dieser Zeit sollten sie möglichst schnell prüfen, ob die Immobilie mit einer Hypothek belastet ist, oder ob der Verstorbene Steuerschulden hatte. Für diese Schulden haften Erben auch mit ihrem eigenen Vermögen.

Folgekosten unterschätzen

Doch auch finanziell unbelastete Immobilien können dazu führen, dass sich Erben verschulden müssen, beispielsweise wenn das Objekt renovierungsbedürftig ist. Das gilt insbesondere dann, wenn die Erben nicht selber einziehen und die Immobilie vermietbar sein muss.

Aber auch wer Teil einer Erbengemeinschaft ist, und plant, selber in die Wohnung oder das Haus zu ziehen, sollte kalkulieren, wie teuer es ist, die restlichen Erben auszuzahlen. Dazu gehört, die eigene finanzielle Lage zu überblicken und zu vergleichen, zu welchen Konditionen Kredite aufgenommen werden können.

Ebenfalls oft unterschätzt wird die Steuerlast. Während die Erbschaftssteuer nur einmal anfällt und in Raten bezahlt werden kann, muss die Grundsteuer jährlich beglichen werden. Gerade bei wertvollen Grundstücken kann die Belastung so hoch sein, dass die Immobilie doch verkauft werden muss.

Fristen verpassen

Das Finanzamt muss innerhalb von drei Monaten über die Erbschaft informiert werden, auch von Erben, die aufgrund der Steuerfreibeträge keine Erbschaftssteuer zahlen müssen. Nach Aufforderung durch das Finanzamt muss die Erbschaftssteuererklärung innerhalb der vorgegebenen Frist abgeben werden. Überschreiten Erben die Frist, müssen sie mit Sanktionen wie Säumniszuschlägen rechnen.

Den Antrag auf Grundbuchberichtigung müssen Erben innerhalb von zwei Jahren nach dem Tod des Erblassers schriftlich an das Grundbuchamt richten, innerhalb dieser Frist ist die Umschreibung kostenfrei.

Ein Notar ist dafür nicht nötig. Die Erbfolge kann durch einen Erbschein, einen Erbvertrag oder ein notarielles Testament, inklusive Eröffnungsvermerk, nachgewiesen werden. Erbscheine werden nicht kostenfrei ausgestellt, sind aber nötig, wenn nur ein privatschriftliches oder gar kein Testament vorliegt.

Seite zwei: Höhere Steuern zahlen als nötig

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Immobilien

Wo Eigentumswohnungen am schnellsten verkauft sind

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist ungebrochen. Ein Indiz dafür ist die durchschnittliche Vermarktungszeit, die Immoscout24 für ganz Deutschland untersucht hat. Wo die Objekte besonders schnell weg sind

mehr ...

Investmentfonds

Oddo BHF AM verstärkt sich in Deutschland und Österreich

Zwei erfahrene Vertriebsexperten verstärken das Wholesale-Team für Publikumsfonds von Oddo BHF Asset Management in Deutschland und Österreich.

mehr ...

Berater

Handelsvertreter: Freistellungsvereinbarungen vertraglich sauber regeln

Auch bei Handelsvertretern kommt es immer wieder zu Freistellungen bei gekündigten Verträgen. Sie sollten aber darauf achten, dass die Regelungen wirtschaftlich nicht zu ihrem Nachteil ausfallen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Recht

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...