6. Juli 2017, 13:02
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Annuitätendarlehen so stark nachgefragt wie nie


Der Anteil an klassischen Annuitätendarlehen in der Baufinanzierung ist so hoch wie nie, die Nachfrage nach Forward-Darlehen geht dagegen zurück. Das sind die aktuellen Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung. Gastbeitrag von Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG

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Michael Neumann, Dr. Klein: “Nachdem die Darlehenssumme im Januar 2017 recht stark gesunken war, erhöht sie sich seitdem kontinuierlich in kleinen Schritten wieder – sicher eine Folge der gestiegenen Immobilienpreise.”

Schon seit den Wintermonaten setzt das Annuitätendarlehen, die Finanzierungsform mit gleichbleibenden Raten und Zinsen über die gesamte Zinsbindung, zum Überholen an. Im Juni waren 77,60 Prozent der Immobilienkredite Annuitätendarlehen.

Die Nachfrage nach Forward-Darlehen, die noch im Februar so beliebt waren wie nie zuvor, geht weiter zurück: Nur 11,39 Prozent der Darlehensnehmer nutzen diese Form der Anschlussfinanzierung, bei der die Zinsen schon vor Ablauf der Erstfinanzierung bis zu fünf Jahre im Voraus festgeschrieben werden können.

Auch die Anteile an KfW-Krediten (6,63 Prozent) und variablen Darlehen (0,90 Prozent) sinken weiter.

Kaum Veränderungen bei Monatsrate


Im Juni haben sich die Rahmenbedingungen für Darlehensnehmer nicht grundlegend gewandelt. Zwar ist eine leichte Abwärtsbewegung der Zinsen zu beobachten, die durchschnittliche Monatsrate für ein Immobiliendarlehen in Höhe von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehnjähriger Sollzinsbindung bleibt mit 458 Euro jedoch fast gleich (Mai 2017: 456 Euro).

Darlehenshöhe erstmals über 200.000-Euro-Marke

Eine neue Grenze knackt die Darlehenshöhe. Sie steigt im Juni – genau wie zuvor im Mai – um etwa 2.000 auf 201.000 Euro. Damit setzt sich eine Tendenz seit Anfang des Jahres fort: Nachdem die Darlehenssumme im Januar 2017 recht stark gesunken war, erhöht sie sich seitdem kontinuierlich in kleinen Schritten wieder – sicher eine Folge der gestiegenen Immobilienpreise.

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Beleihungsauslauf erstmals über 80 Prozent


Der Beleihungsauslauf, eine Prozentzahl, die das Verhältnis zwischen dem Darlehen und dem Beleihungswert der Immobilie wiedergibt, steigt im Juni um weniger als einen halben Prozentpunkt auf 80,32 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Konstant: Zinsbindung und Tilgung


Die Zinsbindung verändert sich im Vergleich zum Vormonat nicht. Noch im Juni 2016 sicherten sich Darlehensnehmer die günstigen Zinsen im Durchschnitt ein halbes Jahr länger.

Auch bei der Tilgung setzen Immobilienbesitzer weiter auf Sicherheit: Sie beträgt 2,86 Prozent (Juni 2016: 3,02 Prozent).

Michael Neumann ist Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG.

Foto: Florian Sonntag

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