Büroimmobilien: Mieten steigen in allen Lagen und Kategorien

Durch den allgemeinen konjunkturellen Aufschwung kann auch der deutsche Markt für Büroimmobilien ein stabiles Wachstum verzeichnen. Das macht sich auch bei den Mieten bemerkbar, wie eine aktuelle Untersuchung des Immobilienverbandes IVD zeigt.

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Die wachsende Flächennachfrage in Deutschland wird auch vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau getragen.

Laut dem IVD-Gewerbe-Preisspiegel sind die Büromieten im Jahr 2017 in allen Lagen und Ausstattungskategorien gestiegen, besonders stark jedoch in Metropolen und kleineren Großstädten.

So sei mit 4,76 Prozent (Vorjahr: 3,79 Prozent) das größte Mietwachstum bei Büroflächen mit einfacher Ausstattung in Städten zwischen 250.000 und 500.000 Einwohnern verzeichnet worden.

„Wegen des Nachfrageüberhangs in Metropolen weichen viele Unternehmen in kleinere Großstädte aus. Für Investoren werden sie immer attraktiver“, kommentiert dies Jürgen-Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD.

Nachfrage steigt durch Beschäftigungsaufbau

Die Anzahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter habe in Deutschland erneut zugenommen und liege nun bei 32,7 Millionen, etwa 700.000 Personen mehr als im November 2016. Dies sei auf die gute Konjunktur zurückzuführen und verursache eine erhöhte Flächennachfrage und steigende Mieten am Büromarkt.

So ist Schick zufolge gerade in den Metropolen in allen Ausstattungskategorien ein dynamisches Wachstum zu erkennen: „Das Mietpreiswachstum in den Metropolen nimmt wieder Fahrt auf, nachdem die Mieten 2016 noch deutlich langsamer anstiegen.“

Im einfachen und mittleren Segment lag das Mietwachstum bei über drei Prozent (Vorjahr: einfaches Segment 0,51 Prozent, mittleres Segment 1,57 Prozent), bei guter Ausstattung bei 2,7 Prozent (Vorjahr: 1,26 Prozent).

Auch kleinere Städte profitieren

In Standorten mit weniger als 30.000 Einwohnern sowie Städten mit bis zu 50.000 Einwohnern sind die Mieten laut IVD in allen Ausstattungskategorien um mehr als zwei Prozent angestiegen (Vorjahr: 1,5 Prozent).

„Der konjunkturelle Aufschwung hat auch in den kleineren Städten endgültig Fuß gefasst“, so Schick. Einzig in Städten zwischen 100.000 und 250.000 Einwohnern sei ein schwächeres Mietwachstum verzeichnet worden als im Vorjahr.

Mit weniger als einem Prozent sei das dortige Mietwachstum 2017 in den einfachen und mittleren Segmenten hinter dem des Vorjahres (1,3 Prozent) zurückgeblieben, während das Wachstum im guten Segment mit 2,6 Prozent jedoch zugelegt habe (Vorjahr: 2,34 Prozent).

Seite zwei: Die höchsten Spitzenmieten

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