Gewerbeimmobilien: „Run der Anleger hält an“

Der Run nationaler wie internationaler Anleger auf deutsche Gewerbeimmobilien setzt sich unvermindert fort. Auch am Bürovermietungsmarkt dürfte ein Flächenmangel noch mindestens bis 2019 anhalten. Gastkommentar von Guido Nabben, German Property Partners (GPP)

Die Bank J. Safra Sarasin ist ab sofort auch in der deutschen Hauptstadt vertreten.
Bürotürme in Berlin: Der deutsche Markt gilt vielen Investoren als sicherer Hafen.

Auch 2017 wird wieder ein außergewöhnliches Immobilienjahr im Gewerbesegment. Der Run nationaler wie internationaler Anleger auf deutsche Gewerbeimmobilien hält unvermindert an.

Und die Nachfrage übersteigt das Angebot unverändert deutlich. Bei Gewerbeimmobilien in den Top-7-Städten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München wird das Transaktionsvolumen in diesem Jahr erneut weit über dem langjährigen Durchschnitt und nah an der 30-Milliarden-Euro-Schwelle liegen.

Trotz vielfach geäußerter Bedenken, hat sich der deutsche Immobilienmarkt schon seit einigen Jahren als „sicherer Hafen“ etabliert.

Auch Vermietungen auf hohem Niveau

Dank starker Wirtschaftsdaten und positiver Aussichten zeichnet sich am Markt für Bürovermietung in den deutschen Ballungsräumen ebenfalls erneut ein sehr gutes Jahr ab. In vielen B- oder C-Städten sieht die Lage ähnlich aus.

Für das Gesamtjahr 2017 könnte das Vermietungsvolumen in den Top-7-Standorten bei rund 3,8 Millionen Quadratmetern liegen. Dieses Wachstum geht auf Unternehmen aller Branchen zurück. Da die Entwicklung neuer Flächen mit der Nachfrage oft nicht Schritt halten kann, dürfte ein Flächenmangel in diesem Segment noch mindestens bis 2019 anhalten.

Politische oder wirtschaftliche Entwicklungen, wie der Brexit im Fall von Frankfurt oder die voranschreitende Umstellung der Autoproduktion auf Elektromobilität in der Autohochburg Stuttgart, dürften kurz- bis mittelfristig eher für eine zusätzliche Flächennachfrage sorgen.

Mieten werden weiter steigen

Mittlerweile sind an allen Standorten in den gefragten Lagen und Größenklassen Flächen knapp. Das Mietniveau dürfte daher noch weiter zulegen.

Sowohl für Kauf- als auch für Mietinteressenten sind aus diesen Gründen geeignete Objekte beziehungsweise Flächen nur noch sehr eingeschränkt verfügbar – gerade wenn es um Großgesuche geht. Angesichts der Situation zahlt es sich als Gewerbeimmobilien-Dienstleister aus, lokale Kompetenz und Expertise mit der Abdeckung des gesamten deutschen Markts zu verbinden.

Guido Nabben ist Sprecher bei German Property Partners (GPP).

Foto: Shutterstock

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