29. November 2017, 15:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ausbaukosten deutscher Büros teurer als in London

Die Kosten für das Schaffen von schlüsselfertigen Büroflächen sind in deutschen Großstädten teilweise höher als in London, so das Ergebnis eines europaweiten Reports des Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE. Am teuersten sei der Ausbau in München.

Shutterstock 264406241 in Ausbaukosten deutscher Büros teurer als in London

Die Kosten für die komplette Einrichtung von Büroflächen sind hoch.

Unternehmen müssen nach Angaben von CBRE in Deutschland – abhängig von der gewünschten Qualität – mit 1.250 Euro bis 2.750 Euro pro Quadratmeter für den kompletten Ausbau von Büroflächen kalkulieren. Die Kosten für den reinen Mieterausbau ohne IT und Einrichtungen belaufen sich pro Quadratmeter auf 650 Euro bis zu 1.450 Euro.

Dies ist ein Ergebnis des “Fit-Out Cost Guide EMEA 2017/2018” des  CBRE. Der EMEA Report listet die Kosten für das Schaffen schlüsselfertiger Flächen in drei Qualitätsstufen für 64 Städte in der Region EMEA auf.

Ausbau teurer als in London – Mietniveau günstiger

Die Ausbaukosten in Deutschland liegen demnach nicht nur höher als in London, sondern seien in deutschen Metropolen im Vergleich zur brititschen Hauptstadt auch binnen eines Jahres um rund zwei Prozent gestiegen.

„Die Büroausbauten in deutschen Metropolen werden verglichen mit London zwar zunehmend teurer, jedoch befinden sich die Mietniveaus noch deutlich unter jenem von London, was die Büronutzung in Deutschland insgesamt günstiger ausfallen lässt“, erklärt Jan Linsin, Head of Research Germany bei CBRE. In Frankfurts Bankenlage liege die Spitzenmiete bei 39,50 Euro pro Quadratmeter pro Monat, in Londons City würden 70,70 Euro aufgerufen, im Teilmarkt West End umgerechnet 106,90 Euro.

„Die Preise für den Ausbau variieren je nach gewünschter Qualität sehr stark – bei sehr hoher Qualität ist mit Aufschlägen von über 100 Prozent zu rechnen. Entscheidend sind beispielsweise die überdurchschnittliche technische Ausstattung mit komplexen klimatechnischen Anlagen samt intelligenter Steuerungen, Digitalisierung der Arbeitsumgebung und auserwählte Materialien. Hinzu kommt noch der höhere Aufwand für moderne und flexible Arbeitswelten, die wiederum durch gestiegene Flexibilität und Effizient der Flächen, die Kosten entscheidend neutralisieren“, sagt Pawel Krolikowski, Head of Workplace Consulting bei CBRE in Deutschland.

Kosten in München am höchsten

Innerhalb Deutschlands führe München mit dem kostspieligsten Ausbau gefolgt von Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. In Berlin sei der Ausbau von den bundesweit betrachteten Städten am günstigsten.

Verglichen mit anderen Metropolen außerhalb der Region EMEA sei der Ausbau in allen deutschen Metropolen günstiger als in New York, gleichzeitig aber kostspieliger als in Hongkong, Los Angeles oder Buenos Aires.

Den Fit-Out Cost Guide hat CBRE zum fünften Jahr in Folge für die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), Asien-Pazifik (APAC), Nordamerika und Lateinamerika erstellt. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

OVB will Expansion und Wachstum vorantreiben

Die OVB Holding AG präsentierte ihren Aktionären auf der Hauptversammlung eine gute vertriebliche Entwicklung und einen planmäßigen Ergebnisverlauf. »Bei der Strategieumsetzung erreichten wir im Jahr 2018 wichtige strategische Fortschritte. Unser Ziel ist es, neue Ertragschancen zu erschließen und unsere Marktposition in Europa weiter auszubauen«, sagt Mario Freis, Vorstandsvorsitzender der OVB Holding AG.

mehr ...

Immobilien

Die Versprechen der Angela M. auf dem Deutschen Mietertag

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel versicherte den 550 Delegierten der örtlichen Mietervereine auf dem Deutschen Mietertag in Köln, bezahlbares Wohnen stehe ganz oben auf der Tagesordnung der Bundesregierung. Ordnungsrechtliche Maßnahmen gegen überhöhte Mieten seien notwendig, „weil wir der Probleme sonst nicht Herr werden.“

mehr ...

Investmentfonds

DWS: Berichte über eine Schwäche des US-Arbeitsmarkts sind stark übertrieben

Zurzeit richten sich wieder einmal alle Augen auf die amerikanische Zentralbank. Deren Ankündigung, drei Jahre nach Beginn der Zinserhöhungen eine Pause einzulegen, trug im Januar 2019 maßgeblich zur Trendwende an den Märkten bei. Als Anfang Mai die erwartete Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ausblieb und die Märkte daraufhin mit erneuten Kursverlusten reagierten, waren es wieder die Worte von Zentralbankern, die für Beruhigung sorgten.

mehr ...

Berater

Urlaub: So kommen Sie sicher ans Ziel

Wenn die Deutschen verreisen, ist das Auto ihr liebstes Verkehrsmittel. 2018 fuhren 41,7 Prozent damit in den Urlaub. Wenn das Urlaubsziel nicht gerade um die Ecke liegt und Kinder an Bord sind, kann die Anfahrt schnell zur Nervenprobe werden. Wie Sie sicher ankommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds-HV: Aktionäre stimmen für weiteren Wachstumsschub

Mit einer Präsenz von rund 78 Prozent des Grundkapitals wurden auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG alle Beschlüsse zu den 12 Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten über 98 Prozent gefasst.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...