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16. März 2017, 15:14
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“Das Zinsniveau bleibt historisch günstig”

Während die Fed unter Janet Yellen den Leitzins auf ihrer Notenbanksitzung erhöht hat, hält Mario Draghi am Anleihekaufprogramm fest und behält den Strafzins bei. Langfristig werden die Baufinanzierungszinsen steigen. Gastkommentar von Michael Neumann, Dr. Klein.

NeumannQualitypool750 in Das Zinsniveau bleibt historisch günstig

Michael Neumann, Dr. Klein: “In den meisten Fällen nimmt die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen jedoch die des EZB-Leitzinses vorweg.”

Die Amerikanische Notenbank hält Kurs und erhöht die Bandbreite für den Leitzins. Janet Yellen, Chefin der Federal Reserve Bank (Fed), verfolgt weiterhin ihre Taktik und kündigte schon im Vorfeld der Sitzung vom 15. März 2017 an, die Zinsen leicht anzuheben.

Viele Indikatoren legen diesen Schritt nahe. Die US-Wirtschaft wächst kontinuierlich: über 230.000 neue Stellen – weit mehr als Experten erwartet hatten – wurden im Februar dieses Jahres geschaffen. Außerdem fällt die Arbeitslosenquote auf 4,7 Prozent. Damit ist die theoretische Vollbeschäftigung nahezu erreicht. Auch die Inflationsrate liegt in den letzten beiden Monaten über zwei Prozent.

Kritiker schwenken auf Yellens Kurs ein

Seit Ende 2015 begann die Fed, die Zinsen sukzessive zu erhöhen, zuletzt im Dezember 2016: Damals legte sie eine Bandbreite von 0,5 bis 0,75 Prozent, also eine Steigerung um 0,25 Prozentpunkte, fest. Im Zuge dessen hatte Yellen darauf hingewiesen, dass sie drei kleinere Anpassungen im Laufe des Jahres vornehmen würde.

Selbst Erhöhungskritiker und Anhänger einer lockeren Geldpolitik schwenken zuletzt mehrheitlich auf Yellens Kurs ein. Sogar aus dem Weißen Haus hört man versöhnliche Töne für die Arbeit der Fed. Noch im Wahlkampf hatte Trump Yellen politische Einflussnahme zugunsten der Demokraten vorgeworfen. Doch sein Wirtschaftsberater, Gary Cohn, lobt nun Yellen und plädiert für die Unabhängigkeit der US-Notenbank.

Draghi hält an Anleihekaufprogramm fest

Im Gegensatz zu seiner amerikanischen Kollegin sieht Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), derzeit keine Gründe, den Leitzins zu erhöhen. Er hält weiterhin am Anleihekaufprogramm fest, das ab April 2017 Euro bis Dezember 2017 60 Milliarden im Monat umfasst. Auch den Strafzins belässt die EZB bei 0,4 Prozent.

Entsprechend hat die EZB auf ihrer Sitzung am 9. März 2017 keinerlei Veränderungen beschlossen. Grund dafür sei, dass die Löhne nicht in dem notwendigen Maße gestiegen seien. Zudem sehe die EZB keinen Bedarf, auf die politischen Entscheidungen der letzten Zeit – wie den Brexit oder die Wahl Trumps zum US-Präsidenten – mit Anpassungen ihres Kurs zu reagieren, weil deren Auswirkungen geringer seien als vermutet.

Seite zwei: Aufwärtstrend bei Baufinanzierungen

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