15. März 2017, 20:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

US-Notenbank Fed erhöht Leitzins

In Europa lässt die Europäische Zentalbank die Zügel weiter locker – in den USA verschärft die Federal Reserve dagegen die Geldpolitik. Ein Vierteljahr nach der letzten Erhöhung geht es mit dem Leitzins weiter nach oben. Die meisten Experten hatten den Schritt erwartet und begrüßten ihn.

Fed erhöht Leitzins

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins um einen Viertelpunkt auf 0,75 bis 1,0 Prozent angehoben.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihre Geldpolitik weiter gestrafft und die Leitzinsen angehoben. Der Zinssatz, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen, steigt damit um 0,25 Punkte auf ein Niveau von 0,75 bis 1,0 Prozent, wie die Federal Reserve in Washington mitteilte.

Der Zinsschritt, der dritte nach Dezember 2015 und Dezember 2016 – war von den Märkten in dieser Form erwartet worden. Die Fed begründete ihn mit der anhaltend guten Situation auf dem US-Arbeitsmarkt sowie der anziehenden Inflation.

Zinserhöhung könnte Wachstum der US-Wirtschaft bremsen

“Wir erwarten, dass die Arbeitslosenquote weiter sinkt und sie auf weitere Jahre niedrig bleibt”, sagte Notenbank-Chefin Janet Yellen. “Die ganz einfache Botschaft ist: Der Wirtschaft geht es gut.” Die Fed geht davon aus, dass die Leitzinsen bis zum Jahresende auf bis zu 1,6 Prozent, bis Ende 2019 auf 3,0 Prozent steigen werden.

Die Verteuerung der Zinsen in den USA könnte den US-Dollar im Vergleich zu anderen Währungen wie etwa dem Euro weiter stärken und Exporte amerikanischer Firmen ins Ausland damit verteuern. Die Zinserhöhung könnte auch das Wachstum der derzeit florierenden US-Wirtschaft bremsen – das wäre vor allem für die Bewältigung des immensen Schuldenproblems ein Rückschlag.

Yellen: Notenbank weiterhin um eine moderate Politik bemüht

Die USA erreichen am Donnerstag ihre Schuldenobergrenze und müssen vorübergehend wohl mit Hilfe besonderer Maßnahmen des Finanzministeriums wirtschaften. Die Federal Reserve deutete an, dass im laufenden Jahr bei anhaltend positiver Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage zwei bis drei weitere Zinsschritte möglich seien.

Dies wird von den Marktteilnehmern als Signal verstanden, dass die Fed die geldpolitischen Zügel künftig fester in die Hand nehmen will. Yellen legte jedoch Wert auf die Feststellung, dass die Notenbank weiterhin um eine moderate Politik bemüht ist.

Seite zwei: DIW: Zinserhöhung war überfällig

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bischof Wechsel: Hanning und Wasserfall übernehmen

Das Personalkarusell dreht sich: Thomas Bischof verlässt die Württembergische aus familären Gründen in Richtung Köln. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übernimmt Zeliha Hanning (41) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Versicherung AG und Jacques Wasserfall (45) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Lebensversicherung AG und der Württembergische Krankenversicherung AG.

mehr ...

Immobilien

Corona-Pandemie rückt Immobilienverrentung in den Fokus

Nach bald einem halben Jahr Corona ziehen Senioren zumindest für Immobilien eine positive Bilanz: Das zeigt eine aktuelle Studie der DEGIV, Gesellschaft für Immobilienverrentung, unter 1.067 Immobilieneigentümern und Mietern im Rentenalter.

mehr ...

Investmentfonds

„Finanzmärkte ohne Blockchain sind nicht mehr vorstellbar“

„Ob Kryptowährungen, digitaler Euro oder elektronische Wertpapiere – die Finanzmärkte werden künftig stark von der Blockchain-Technologie geprägt sein“, sagte Professor Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center (FSBC) an der Frankfurt School of Finance & Management, beim jährlichen Empfang der Börse Stuttgart.

mehr ...

Berater

Sparquote dürfte 2020 auf rund 16 Prozent steigen

Die Coronakrise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...