Blasengefahr: Diese Großstädte sind bedroht

Die Immobilienpreise sind auch im Jahr 2016 kontinuierlich weiter gewachsen. Das Researchinstitut Empirica sieht in vielen Metropolen die Gefahr einer Blase.

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Der Empirica-Blasenindex gibt anhand verschiedener Indikatoren Hinweise auf eine drohende Blasengefahr.

Das Researchinstitut Empirica weist für acht von zwölf untersuchten deutschen Metropolen eine „eher hohe Blasengefahr“ aus.

Zu den betroffenen Standorten gehören München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Bremen.

In Essen sei die Gefahr dagegen „mäßig hoch“, in Dresden sowie Leipzig „gering“ und in Dortmund sogar „sehr gering“, so die Daten des Empirica-Blasenindex für das dritte Quartal 2016. Gegenüber dem Vorquartal sei die Blasengefahr in Leipzig gestiegen und in Dresden gesunken.

Gefährlich wird eine Blase erst, wenn sie platzt

„Als Blase bezeichnet man einen spekulativen Preisauftrieb, der durch den fundamentalen Zusammenhang von Angebot und Nachfrage nicht mehr zu rechtfertigen ist. Das Schädliche daran sind aber weniger die hohen Preise selbst, sondern vielmehr die dadurch überzeichnete Knappheit“, erläutert Dr. Reiner Braun, Vorstand von Empirica.

In der Folge komme es zu Fehlallokationen – der Wohnungsbau und die dazu erforderliche Kreditvergabe würden über Gebühr angekurbelt, Kapital für alternative Anlageinvestitionen werde knapp.

„Gefährlich wird eine Blase aber erst, wenn sie platzt. Dann wird Vermögen vernichtet, weil die Buchwerte der Immobilien an Wert verlieren. Es entstehen Leerstände und im schlimmsten Fall kommt es zu einer Bankenkrise, weil die Kreditausfälle überhand nehmen“, so Braun.

Seite zwei: Warnstufen in Großstädten

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