Anzeige
10. Januar 2017, 14:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Empirica: “Jeder Zyklus ist einmal vorbei”

Der Preisanstieg auf dem Markt für Eigentumswohnungen setzt sich nach Angaben von Empirica in den Top 7-Städten ungemindert fort. Mittelfristig aber werden Preiskorrekturen kommen, warnen die Researcher.

Haus-chart-shutt 283278941 in Empirica: Jeder Zyklus ist einmal vorbei

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im vierten Quartal 2016 erneut stärker gewachsen als die Mieten.

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter an. Im Durchschnitt aller Baujahre legten die Indices von Miet- und Eigentumswohnungen sowie von Ein- und Zweifamilienhäusern nach einer aktuellen Auswertung von Empirica im vierten Quartal 2016 nochmals zu.

Der Index für Eigentumswohnungen sei gegenüber dem letzten Quartal um 2,0 Prozent angestiegen. Der Index für Ein-/Zweifamilienhäuser legte im selben Zeitraum um 1,2 Prozent zu.

Auch die Mietpreise sind weiter gestiegen, allerdings mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gegenüber dem letzten Quartal weitaus weniger als die Immobilienpreise. Gemessen an der Mietentwicklung liegt das Rückschlagpotenzial für die Preise laut Empirica nunmehr bei 27 Prozent.

Preisrückgang wird kommen

Kurzfristig könnte eine Zinswende diesen Preistrend laut Empirica sogar verstärken, weil Käufer auf den anfahrenden Zug aufspringen würden und die aufkommende Inflation die reale Verzinsung alternativer Anlagen verschlechtere.

“Mittelfristig aber müssen die realen Immobilienpreise bei ,normalen’ Zinsen nachgeben: Alternative Anlagen werden für Kapitalanleger dann attraktiver, während die zyklischen Mietsteigerungen nun zu Ende gehen und eine verschärfte Mietpreisbremse die Immobilienrendite weiter senken könnte”, sagt Dr. Reiner Braun, Vorstand von Empirica.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

News-empirica-10012017-1024x475 in Empirica: Jeder Zyklus ist einmal vorbei

Selbstnutzer sind die Dummen

Junge Familien auf der Suche nach dem Eigenheim sind laut Empirica die Dummen: Sie zahlten entweder heute hohe Preise oder morgen hohe Zinsen. Ihnen helfe nur eine beherzte Baulandausweitung. Dabei seien die Kommunen gefordert.

“Denn alle gut gemeinten Vorschläge verpuffen ohne ausreichendes Bauland – das gilt für Baukindergeld genauso wie für pauschale Notar- und Grundbuchkosten oder das Bestellerprinzip für Maklerkosten beim Immobilienkauf”, betont Braun. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Selbstnutzer sind nur dann die Dummen wenn die sich nicht umschauen und das erstbeste Angebot annehmen, die Unterschiede sind gewaltig.

    Kommentar von Jan Lanc — 10. Januar 2017 @ 18:45

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi lässt sich von gestiegenen Rohstoffpreisen nicht beeindrucken

Der zunehmende Inflationsdruck führt dazu, dass einige Marktteilnehmer befürchten, die Europäische Zentralbank könnte den Leitzins schneller als bisher erwartet anheben. Doch es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass die Geldpolitik zunächst expansiv bleibt.  Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel 

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...