Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

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Blick auf Binnenalster und Rathaus: Die Hamburger Immobilienpreise sind in Zentrumsnähe besonders stark gestiegen.

Die Preise für Immobilien und Grundstücke in Hamburg klettern weiter. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag in Hamburg mitteilte, sind die Preise für Wohnraum und Grundstücke 2016 erneut gestiegen. Einziger Ausreißer sind Neubauten im Stadtgebiet: Nach einem Anstieg 2016 von 16,4 Prozent, kosten Neubauten aktuell rund drei Prozent weniger als im Vorjahr.

Dies liege aber nicht an der tatsächlichen Preisentwicklung, sondern am Angebot, erklärte eine Sprecherin der Bausparkasse: „Im letzten Jahr waren viele sehr hochpreisige Immobilien auf dem Markt, diesmal sind günstigere Immobilien dabei, das verringert den Durchschnittspreis.“

Hohe Nachfrage, geringer Leerstand

Im Stadtgebiet kletterten die Preise für neue Eigentumswohnungen im Jahresverlauf um rund 13 Prozent. Bestehende Häuser und Bestandswohnungen kosten jeweils rund acht Prozent mehr als im Vorjahr.

In der Hansestadt setzt sich somit der Trend der vergangenen Jahre fort: Eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig niedrigem Leerstand treibt die Preise. So kosten Häuser durchschnittlich knapp 30 Prozent mehr als 2012, Eigentumswohnungen knapp 50 Prozent mehr.

Familien verlassen Stadtzentrum

In Randlagen, insbesondere außerhalb des Hamburger Stadtgebiets, wohnt es sich weiterhin günstiger als in Zentrumsnähe: Eine Eigentumswohnung von 80 Quadratmetern kostet im Umland durchschnittlich nicht einmal halb so viel (rund 160.000 Euro) wie eine in begehrter Zentrumslage (rund 320.000 Euro) – die Bandbreite reicht dabei von Quadratmeterpreisen von rund 2.000 Euro in Randlagen bis zu durchschnittlich 8.719 Euro im Stadtteil Rotherbaum.

Das hat auch Folgen für die Stadtentwicklung. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geht davon aus, dass vor allem Familien wegen hoher Preise in Stadtzentren vermehrt den Weg ins erschwinglichere Umland von Metropolen suchen.

Dass auf dem Hamburger Immobilienmarkt viel Bewegung herrscht, zeigt sich auch in vergleichsweise günstigen Randlagen. So kosten bestehende Eigentumswohnungen laut LBS im südlichen Stadtteil Wilhelmsburg heute 155 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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