Anzeige
20. Juni 2017, 14:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche schließen Kompromisse auf dem Weg zum Eigenheim

Ein Drittel der Bundesbürger hält es für eine große Hürde, eine Immobilie in passender Lage zu finden, so eine repräsentative Umfrage im Auftrag der PSD Bank Nord. Die Schwierigkeit einer Immobilienfinanzierung werde dagegen überschätzt.

Paar-vorsorge-750-shutt 103055180 in Deutsche schließen Kompromisse auf dem Weg zum Eigenheim

Jeder zweite Bundesbürger befürchtet, dass eine Immobilienfinanzierung am zu geringen Eigenkapital scheitern könnte.

Ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens sind die Deutschen im Durchschnitt bereit, für Wohnen auszugeben – 37 Prozent halten sogar mehr für angemessen.

Trotz dieser hohen Ausgabebereitschaft ist es kein einfaches Vorhaben, Wohnraum in passender Lage zu finden. Ein Drittel der Deutschen hält es für eine große Hürde, ein Haus oder eine Wohnung mit wenig Lärmbelastung, guter Verkehrsanbindung oder einer annehmbaren Entfernung zu Einkaufsmöglichkeiten und Kitas zu finden.

Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie “Die Sicht des Immobilienmarktes”, für die im März 2017 im Auftrag der PSD Bank Nord 1.005 Deutsche im Alter von 35 bis 54 Jahren befragt wurden.

Jeder zweite findet die Kaufpreise zu hoch

Lage, Lage, Lage – laut Makler die wichtigste Voraussetzung für eine gute Immobilie. Doch schon ohne ideale Verkehrsanbindung, nahegelegene Schulen und eine hübsche Umgebung finde jeder zweite Bundesbürger die Quadratmeterpreise zu hoch.

Ein passendes Grundstück oder eine gut gelegene Wohnung zu finden, bezeichnet daher jeweils rund ein Drittel der Deutschen als großes Hindernis auf dem Weg zum Wohntraum. Diese Hürden ließen sich durch kleine Kompromisse überwinden. Zehn Minuten Autobahnfahrt zur Arbeit seien beispielsweise annehmbar, wenn die ewige Parkplatzsuche dadurch wegfällt.

Viel gravierender wiegen in den Augen der Deutschen hingegen finanzielle Aspekte, so die PSD Bank Nord. Jeder zweite Bundesbürger glaube, seine Wohnwünsche würden im Ernstfall am fehlenden Eigenkapital scheitern.

Schließlich kommen zum Kaufpreis noch Nebenkosten wie Makler- und Notargebühren oder Sanierungskosten hinzu. Vier von zehn Befragten fürchten diese Belastungen.

Hürden zur eigenen Immobilie niedriger als gedacht

Aus Sicht von 42 Prozent der Befragten sind 21 bis 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens angemessen, um die monatlichen Wohnkosten inklusive Nebenkosten zu bestreiten – das gelte unabhängig davon, ob jemand zur Miete wohne oder sein Eigenheim finanziere. 24 Prozent würden 31 bis 40 Prozent ausgeben, 13 Prozent sogar noch mehr. Für 21 Prozent müssten jedoch weniger als 20 Prozent reichen.

Der Kauf eines Eigenheims ist für viele Menschen die größte Investition, die sie in ihrem Leben tätigen. “Es ist vernünftig, so eine Entscheidung von mehreren Seiten gründlich zu durchleuchten. Dennoch lassen sich viele Finanzierungen einfacher ermöglichen, als mancher zunächst denkt”, sagt Dr. Stefan Kram, Vorstand der PSD Bank Nord.

Die Sorge, die Kosten stemmen zu können, überwiege den Respekt vor der Bürokratie: Die intensive Prüfung der Einkommens- und Lebenssituation durch die Bank vor der Kreditvergabe werde nur von einem Viertel der Befragten als Herausforderung empfunden.

Auch die Forderung nach Sicherheiten entmutige nur ein Drittel der Bevölkerung. So nähmen letztendlich nur 14 Prozent der Deutschen an, dass die Nachfrage nach Wohneigentum sinken wird, weil die Banken bei der Kreditvergabe strenge Richtlinien anwenden. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi lässt sich von gestiegenen Rohstoffpreisen nicht beeindrucken

Der zunehmende Inflationsdruck führt dazu, dass einige Marktteilnehmer befürchten, die Europäische Zentralbank könnte den Leitzins schneller als bisher erwartet anheben. Doch es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass die Geldpolitik zunächst expansiv bleibt.  Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel 

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...