11. Oktober 2017, 13:29
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Immobilienverkauf: Tipps für die Preisfindung

Beim Immobilienverkauf ist es am wichtigsten, den richtigen Preis zu finden. Sind die Vorstellungen des Verkäufers falsch, drohen ihm Verluste und ein aufwändiger Verkauf. Es gibt einige Schritte, um den richtigen Preis zu finden, mit oder ohne professionelle Hilfe.

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Setzen Immobilienverkäufer gleich zu Beginn den richtigen Preis an, ist der Verkauf besonders einfach.

“Die größte Herausforderung beim Immobilienverkauf ist die Preisfindung – denn der muss gleich zu Anfang sitzen”, sagt LBS-Immobilienexperte Dr. Christian Schröder. Ist der Preis zu niedrig, entgeht dem Besitzer ein potenzieller Gewinn. Zudem könnte der Verkauf sehr aufwändig werden, weil zu viele Interessenten angezogen werden.

Zu hohe Preise schrecken zu viele Käufer ab. Entsprechend erhöht sich der Werbeaufwand und es drohen mehrfache Preisherabsetzungen, zudem ist das Objekt lange am Markt, was als Makel wahrgenommen werden kann. Auch dadurch kann letztlich Geld verloren gehen.

Quellen für die Preisfindung

Um den richtigen Preis zu finden, hilft es, Anzeigen in Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Online-Portalen zu vergleichen. Auch Aushänge von Maklern, Banken und Sparkassen bieten Anhaltspunkte. Allerdings sind unverhandelte Angebotspreise laut LBS nur begrenzt aussagekräftig.

Zudem würden viele gute Objekte gar nicht erst auf den Markt kommen, weil sie im Bekanntenkreis oder an von Maklern vorgemerkte Interessenten verkauft werden. Genauer seien die örtlichen Grundstücksmarktberichte, die jedoch mit zeitlicher Verzögerung auf den Markt kommen.

Es kann sich laut LBS lohnen, ein Gutachten erstellen zu lassen – “bei einer 300.000 Euro-Immobilie macht das gerade einmal ein halbes bis ein Prozent des Verkaufspreises aus”, so Schröder. So hätten Verkäufer wie Käufer Sicherheit.

Hilfe durch Makler

Viele Makler würden einfachere Marktpreisermittlungen schon deutlich günstiger anbieten, hier sollten Verkäufer auf die Seriosität des Anbieters achten. Und der sollte mehr können als nur einen “Maklergalgen” aufzustellen. Zum Standard würden zumindest bei teureren Objekten heute Videos und 3D-Rundgänge gehören. Zudem würden Interessenten zielgerichtet angesprochen und so “Immobilientourismus” vermieden.

Ist das ernsthafte Kaufinteresse erkennbar und eine Einigkeit über den Preis erzielt, sollten sich Makler wie Privatverkäufer zwingend eine Finanzierungsbestätigung geben lassen – “so manche feste Kaufzusage ist schon geplatzt, weil die nötigen Kreditverträge nicht zustandekamen”, warnt Schröder. (kl)

Foto: Shutterstock

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