So investieren institutionelle Immobilienanleger

Deutschland bleibt bei institutionellen Immobilienanlegern weiterhin auf dem ersten Platz in der Liste der beliebtesten Anlageregionen. Bei den Immobilienklassen zeichnet sich eine Wende bei der Nachfrage nach Wohnimmobilien ab. Diese und weitere Ergebnisse hat die Jahresumfrage von Universal-Investment ergeben.

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Der Anteil von Immobilien im Portfolio institutioneller Anleger ist gestiegen.

Nach der von Universal-Investment durchgeführten fünften Jahresumfrage zum Verhalten institutioneller Anleger wollen viele Befragte verstärkt im europäischen Ausland und nach wie vor in Deutschland investieren. Nordamerika bleibe weiterhin stabil,  während die Asien-Pazifik-Region in der Gunst der Anleger verliere.

An der Umfrage haben sich institutionelle Investoren mit einem verwalteten Gesamtvermögen von rund 60,5 Milliarden Euro beteiligt. Das Immobilienkapital der Befragten liegt bei rund 5,1 Milliarden Euro.

In welchen Regionen Immobilienanleger aktiv sind

Institutionelle Anleger wollen nach Ergebnissen der Umfrage weiterhin in Deutschland investieren. Mit 46,8 Prozent (Vorjahr: 45,0 Prozent) bleibe der Anteil fast unverändert. Die übrigen europäischen Märkte hätten hingegen auf 30,8 Prozent zulegen können (Vorjahr: 25 Prozent). Nordamerika folge danach nahezu unverändert mit 18,9 Prozent auf einem weiterhin hohen Niveau (Vorjahr: 19 Prozent).

Verlierer sei die Asien-Pazifik-Region. Dort würden nach acht Prozent im Vorjahr nur noch 3,5 Prozent investieren wollen. In die Wachstumsmärkte wie Brasilien, Russland, Indien und China  die würden die institutionellen Immobilienanleger derzeit nicht investieren wollen, im Jahr zuvor kamen sie noch auf drei Prozent.

„Auch die Analyse der realen Immobilienbestände auf unserer Plattform zeigt, dass institutionelle Anleger innerhalb der etablierten Märkten breiter diversifizieren“, erläutert Alexander Tannenbaum, der als Geschäftsführer das Immobiliengeschäft von Universal-Investment verantwortet.

Die beliebtesten Segmente

Wie bereits in den Vorjahren hätten sich die geplanten Investitionen in Büroimmobilien um rund sieben Prozentpunkte weiter auf nunmehr 30,4 Prozent abgeschwächt. Auch der Einzelhandel werde als weniger attraktiv eingeschätzt und schwächt sich leicht auf 21 Prozent ab. Auf den Sektor Wohnen treffe dies ebenfalls zu.

„Wir erleben bereits seit einigen Jahren geradezu eine Renaissance der Wohnimmobilie in den Fonds-Portfolien der institutionellen Anleger. Das hohe Preisniveau in diesem Segment scheint inzwischen jedoch zu einer gewissen Stagnation bei Neuinvestitionen zu führen“, sagt Tannenbaum. Investitionen sollen in diesen Bereich nur noch zu 14,5 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent) erfolgen.

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Hotelimmobilien hätten deutliche hinzugewonnen. Der Anteil der Investitionen, die in diese Immobilienklasse fließen soll, habe sich auf 14,5 Prozent nahezu verdoppelt. Logistik sei leicht auf 10,9 Prozent zurückgegangen. Doch Nischensegmente wie Gesundheitsimmobilien oder auch Studentenwohnungen hätten hinzugewinnen, dorthin sollen 5,2 Prozent der Neuanlagen gehen.

Seite zwei: Trend zu Immobilienspezialfonds nach KAGB hält an

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