24. April 2017, 14:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IVD fordert Sachkundenachweis für Immobilienmakler

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) fordert, dass sich der Bundestag zügig für Berufszulassungsregelungen für Makler entscheidet. Durch den Sachkundenachweis sollen Fehler in der Beratung vermieden werden.

 

Juergen Michael Schick Ivd in IVD fordert Sachkundenachweis für Immobilienmakler

Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, fordert die Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienmakler.

“Die Politik muss sich jetzt für den Sachkundenachweis für Immobilienmakler und -verwalter entscheiden. Es bleibt kaum noch Zeit zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens in dieser Legislaturperiode”, sagt der Präsident des Immobilienverbandes IVD, Jürgen Michael Schick, im Vorfeld der Beratungen zum Sachkundenachweis. Er fordert insbesondere von den Unionsparteien entschlossenes Handeln.

Für den Verbraucherschutz sei es notwendig, dass noch in dieser Legislaturperiode per Gesetz eine Basis für den Berufszugang für Makler und Verwalter geschaffen wird. Dieses Vorhaben sei auch Bestandteil des Koalitionsvertrags, sagte Schick.

Sachkundenachweis kann Vermögensschäden verhindern

In einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag am 29. März habe sich der IVD gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und weiteren Verbänden der Immobilienwirtschaft für den Sachkundenachweis stark gemacht.

Es seien Beispiele von Vermögensschäden durch Makler aufgrund mangelnder Sachkenntnis sowie Gerichtsentscheidungen zu verschiedenen Beraterpflichten von Maklern und Verwaltern vorgetragen worden. Der IVD beobachte mit Sorge, dass seitdem keine nennenswerten Fortschritte im Gesetzgebungsverfahren erzielt wurden.

“Im politischen Raum wird von einem dilatorischen Umgang des Gesetzes gesprochen. Dabei ist die Dringlichkeit einer Berufszulassungsregelung für Makler und Verwalter eindeutig”, sagt Schick. Die Beratung eines Immobilienmaklers sei die Entscheidungsgrundlage einer erheblichen Investition. Damit Vermögensschäden aufgrund einer fehlerhaften Beratung verhindert werden, sei ein Mindestmaß an Berufsqualifikation erforderlich.

Kunden können Sachkunde voraussetzen

Der IVD betont in diesem Zusammenhang, dass Verbraucher in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Vermögensschäden hinnehmen mussten, da sogenannte Gelegenheitsmakler ihr Fach nicht verstanden und dadurch falsch beraten hätten.

Die Schäden entstünden etwa bei Falschberatungen mangels Sachkunde bei der Wertermittlung der Immobilie, bei sogenannten Steuersparimmobilien, bei Finanzierungsberechnungen, bei Denkmalschutzverfahren oder bei Beratungen zur vorliegenden Baugenehmigung.

Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und verschiedener Oberlandesgerichte aus Streitfällen zwischen Maklern und ihren Kunden würden bekräftigen, dass Immobilienmakler als fachliche Berater agieren, deren Sachkunde vorausgesetzt werden könne.

“Ein Ausbleiben des Sachkundenachweises ginge im Falle der Immobilienmakler zulasten tausender Familien, die sich den Wunsch eines Eigenheims erfüllen wollen und auf eine entsprechende Qualifikation des Maklers vertrauen”, sagt Schick. (kl)

Foto: IVD

1 Kommentar

  1. Dem kann ich nur zustimmen! Wir sind durch einen , dummschwätzer’ ( freier Mitarbeiter) eines ivd Maklers gesundheitlich und finanziell am Ende!
    Wenn ich mutwillig anderen schade, muß ich dafür geradestehen!
    Makler setzen kleine Haftungsklausel in Notarvertrag und Mitarbeiter tragen keine Verantwortung für ihr Reden .

    Kommentar von Annette Schuster — 27. Mai 2017 @ 00:19

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Carsten Maschmeyer: „Wir wollen, dass der Siegeszug dieser digitalen Erfolgsgeschichte weitergeht“

Der Unternehmer und Ex-AWD-Vorstandsvorsitzender Carsten Maschmeyer ist mit der von ihm gegründeten Venture-Capital-Firma Alstin Capital bei Neodigital eingestiegen. Mit ihm als Partner will sich der digitale Sachversicherer und Dienstleister deutlich breiter aufstellen. Cash.-Redakteur Jörg Droste traf Carsten Maschmeyer und Neodigitalvorstand Stephen Voss und sprach mit ihnen über den Einstieg, ihre Pläne und die Folgen der Coronapandemie für die digitale Transformation und deutschen Versicherungsmarkt.  

mehr ...

Immobilien

Erneuerbare-Energien-Investments statt Immobilien

Die Rendite-Risiko-Schere zwischen Investments in Erneuerbare Energien und Immobilien öffnet sich. „Beide Anlageklassen sind vor allem für institutionelle Investoren eine Alternative zueinander“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Während beide ungefähr die gleiche Rendite erwarten lassen, steigt das Risiko bei Immobilien derzeit steil an.“

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: US-Wahl – So viel mehr als nur eine normale Wahl

Der politische Höhepunkt 2020 steht kurz bevor und die Börsen sind nervös. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der US-Präsidentschaftskandidaten kann man getrost von einer Richtungswahl sprechen. Besonders spannend sind die Fragen, ob bzw. wann es einen Sieger gibt, ein knappes Ergebnis überhaupt akzeptiert oder sogar als Wahlbetrug bezeichnet wird. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Alexander Schlichting wird Vorstands-Chef der Project Beteiligungen AG

Der Aufsichtsrat der Project Beteiligungen AG hat Alexander Schlichting (45) mit Wirkung zum 26. Oktober 2020 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Ottmar Heinen ist “infolge divergierender Ansichten” ausgeschieden. Gleichzeitig verstärkt sich die für den Publikumsvertrieb verantwortliche Project Vermittlungs GmbH mit Christian Grall (34) als weiterem Geschäftsführer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Isaria verkauft zwei Wohnanlagen in München an DWS-Spezialfonds

Die Münchner Isaria hat insgesamt 219 Wohnungen für 119,2 Millionen Euro an den Vermögensverwalter DWS für einen institutionellen Spezialfonds veräußert. Das Projekt wird die mittlerweile zur Deutschen Wohnen gehörende Isaria München Projektentwicklungs GmbH im Auftrag der Isaria Wohnbau AG schlüsselfertig erstellen.

mehr ...

Recht

 Pfandkredit: Das schnelle Geld aus dem Pfandleihhaus 

Laut dem Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes (ZdP) werden jährlich über 630 Millionen Euro an Krediten von rund 250 Mitgliedsbetrieben ausbezahlt. Die etwa eine Million Kunden, die diese unbürokratischen Blitz-Kredite nutzen, kommen aus allen Schichten. In Corona-Zeiten boomt das Geschäft mit Pfandkrediten. Für wen sich eine Pfandleihe lohnt?

mehr ...