21. Dezember 2017, 08:52
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Weltweiter Preisanstieg für Wohnimmobilien schwächt sich ab

Das weltweite Preiswachstum für Wohnimmobilien kühlt sich nach Angaben von Knight Frank ab. Insbesondere in China habe die Dynamik nachgelassen. Europa verzeichnet allerdings einen deutlichen Zuwachs.

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Im weltweiten Schnitt der stärksten Märkte verteuerten sich Wohnimmobilien innerhalb von zwölf Monaten um 5,1 Prozent.

Nach den Ergebnissen des Global House Price Index der internationalen Immobilienberatung Knight Frank für das dritte Quartal 2017 geht der Preisanstieg für Wohnimmobilien weltweit zurück.

Demnach lag der Preisanstieg im Zwölf-Monatsvergleich bei durchschnittlich 5,1 Prozent, was den niedrigsten Wert seit Anfang 2016 darstelle. Im letzten Quartal habe die Zuwachsrate noch bei 6,3 Prozent gelegen.

Abschwächung in 13 der 15 weltweit stärksten Märkte

Zwar verzeichneten laut Knight Frank nahezu neun von zehn der im Index untersuchten Länder im September 2017 im Jahresvergleich einen Zuwachs der Preisanstiege. Die Hälfte von ihnen müsse jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang hinnehmen.

Am sichtbarsten sei diese Entwicklung auf den vordersten Plätzen der Tabelle. „13 der 15 weltweit stärksten Wohnimmobilienmärkte verzeichnen eine Abschwächung der jährlichen Preiswachstumsrate“, sagt Kate Everett-Allen, International Residential Research Knight Frank.

Island und Hongkong mit stärkstem Wachstum

Das jährliche Ranking führe Island an, wo die Durchschnittspreise Ende September 20,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor lagen (Vorjahresquartal: plus 23,2 Prozent). Das Land liege bereits seit vier aufeinander folgenden Quartalen an der Spitze.

Auf dem zweiten Platz liegt Hongkong. Allerding zeigen die Daten des „Hong Kong Ratings and Valuation Department“ laut Knight Frank in den Monaten Juli bis September einen Preisanstieg von nur 1,7 Prozent.

Estland, Ungarn und Neuseeland seien in diesem Quartal aus der Top 10-Liste verschwunden. Neuseeland ist vom zehnten Platz (10,4 Prozent) auf den 27. Platz (5,2 Prozent) abgerutscht. Verschärftere Bedingungen bei der Kreditvergabe und Pläne für ein Verbot von ausländischen Investoren hätten zu nachlassenden spekulativen Aktivitäten in diesem Markt geführt.

Erstmals in diesem Quartal taucht nach Angaben von Knight Frank Saudi Arabien in dem Index auf. Letzte Daten zeigten, dass die Preise im Jahresvergleich um 5,4 Prozent nachgaben, womit das Land unter den am schwächsten performenden Märkten den vorletzten Platz vor der Ukraine belege. Die vom Erdöl abhängige saudi-arabische Wirtschaft kämpfe darum, Zugkraft zu entfalten, was zusammen mit der kürzlich eingeführten Zusatzabgabe für nichteinheimische Arbeitskräfte auf die Nachfrage von Wohnimmobilien drücke.

Wachstum in den USA verstärkt sich

Die USA und UK zeigen laut Knight Frank verschiedene Verläufe, die ihre jeweilige wirtschaftliche Entwicklung wiederspiegeln. Die Durchschnittspreise in den USA haben um 6,2 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate zugelegt – im Vergleich zu 5,5 Prozent im letzten Quartal.

In Großbritannien seien sie dagegen marginal von 2,8 auf 2,6 Prozent gefallen sind. Der UK-Markt bleibe ein stark lokalisierter Markt, wobei die Hauptsorge in vielen Märkten der Finanzierbarkeit gilt.

China ist laut Knight Frank vom zwölften auf den 19. Platz abgerutscht. Immobilienpreise für Wohnimmobilien verzeichneten in den letzten fünf Quartalen den niedrigsten Anstieg, nach Angaben des National Bureau of Statistics liegen sie im Jahresvergleich bei einem Plus von 6,5 Prozent.

Wachstum in Europa zieht wieder an

Europäische Immobilienmärkte sind nach Aussage von Knight Frank wieder deutlich ins Interesse gerückt. Im Durchschnitt verzeichnete die Region einen jährlichen Preisanstieg von 5,6 Prozent bis September, verglichen mit 2,3 Prozent vor drei Jahren. In Griechenland (plus 0,7 Prozent) könne sich der Markt im nächsten Quartal ins Positive drehen – nach neun Jahren eines Negativwachstums.

Trotz der Erholung Europas in jüngster Zeit zeige die Analyse über einen Fünf- beziehungsweise Zehn-Jahreszeitraum, in welchem Maße sich der Asien-Pazifik-Raum weiterhin an der Spitze der leistungsstärksten Märkte behaupte. (bk)

Foto: Shutterstock

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