TAG Immobilien profitiert von Zukäufen

Der Gewinn der TAG Immobilien AG ist im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das Gewinnziel des Gesamtjahres behält der Immobilienkonzern bei. Die Aktie erreichte am frühen Morgen ihren Höchststand seit 2002.

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Die TAG Immobilien-AG konnte die Kenngröße Funds from Operations im ersten Quartal 2017 steigern.

Zukäufe, höhere Mieten und weniger Leerstand haben TAG Immobilien auch im ersten Quartal Auftrieb geben. Die für Immobilienunternehmen wichtige operative Kenngröße FFO I (Funds from Operations) legte in den ersten drei Monaten auf 28,5 Millionen Euro zu, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Hamburg mit.

Im Vorjahr hatte das operative Ergebnis 21,6 Millionen Euro betragen. Die Ziele für 2017 bestätigte das Unternehmen. Die Aktie stieg im frühen Handel bis auf 13,40 Euro und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2002. Zuletzt lag das Papier noch 0,15 Prozent im Plus.

Steigende Mieterlöse

Von Januar bis März kletterten die Mieterlöse auf 71,5 Millionen Euro. Das waren fast vier Millionen Euro mehr als im ersten Quartal 2016. Unter dem Strich blieb ein Konzernergebnis von 22,1 Millionen Euro hängen, nach 18 Millionen Euro im Vorjahr.

Hier machten sich vor allem die geringeren Zinskosten bemerkbar. Insgesamt bewirtschaftet TAG Immobilien rund 80.000 Wohnungen, von denen 70 Prozent in Ostdeutschland samt Berlin liegen, sowie dazugehörige Gewerbeflächen, Garagen und Pkw-Stellplätze.

Für das Gesamtjahr bleibt der Hamburger Immobilienkonzern zuversichtlich. Beim operativen Gewinn (FFO1) peilt der Immobilienkonzern weiterhin 110 bis 112 Millionen Euro an, nach 97 Millionen Euro im Vorjahr.

ABBA-Strategie

Neben höheren Mieteinnahmen und geringeren Leerständen sollen vor allem auch deutlich niedrigere Finanzierungskosten zum Gewinnzuwachs beitragen. Dementsprechend soll es für das laufende Jahr auch eine höhere Dividende von 0,60 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,57 Euro je Aktie) geben.

Das Hamburger Unternehmen ist etwas anders aufgestellt als Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia oder Deutsche Wohnen , die viele Wohnungen in Großstädten besitzen und auch eigene Wohnungen bauen. TAG Immobilien verfolgt die sogenannte ABBA-Strategie, das heißt das Unternehmen verkauft Immobilien in Großstädten wie etwa Berlin und kauft im Umland zu.

Der Immobilienkonzern investiert daher in A-Städte in B-Lagen und in B-Städten in A-Lagen. Allerdings kauft TAG Immobilien nur in Gebieten, die eine gute Verkehrsverbindung in eine Großstadt haben. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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