Anzeige
5. April 2017, 11:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Trennung, Pflegefall, Erbe: Was den Immobilienverkauf erschwert

Wer seine Immobilie aufgrund von Tod, Scheidung oder Krankheit verkaufen will, dem fällt die rationale Bewertung des Objekts oft besonders schwer. Noch komplizierter wird es, wenn sich die Verkäufergemeinschaft zerstritten hat.

Scheidung-ring-mann-shutterstock 510970042 in Trennung, Pflegefall, Erbe: Was den Immobilienverkauf erschwert

Gerade nach emotionalen Ereignissen wie einer Scheidung oder dem Tod eines Familienmitgliedes sollten sich Immobilienverkäufer professionelle Hilfe holen.

Ungeplante Ereignisse wie Tod, schwere Krankheit und eine Trennung führen oft dazu, dass Immobilienbesitzer versuchen, ihr Haus zu verkaufen. Gerade in solch unerwarteten und angespannten Situation sei der Verkauf jedoch besonders schwierig.

“Je emotionaler der Verkaufsgrund ist, desto wichtiger ist eine professionelle Beratung. Außenstehende Experten helfen, die Immobilie richtig zu bewerten und bestmöglich zu verkaufen”, sagt Peter Sarta, Verkaufsleiter beim Immobilienanbieter Mr. Lodge.

Unterschiedliche Erwartungen

Ob zerstrittene Partner, ein zeitaufwendiger Pflegefall oder eine verstreut lebende Erbengemeinschaft: In Stresssituationen würden unterschiedliche Ansichten und Erwartungen noch deutlicher, so werde es schwierig, die Immobilie sachlich zu bewerten.

“Gerade im aktuellen Immobilienboom mit regional sehr divergenten Preisentwicklungen haben Mitglieder einer an unterschiedlichen Orten lebenden Erbengemeinschaft völlig verschiedene und oft weit auseinander gehende Ansichten in Bezug auf den Verkaufszeitpunkt oder den möglichen Verkaufserlös. Hinzu kommt, dass Familienmitglieder Objekte meist danach bewerten, ob sie positive oder negative Erinnerungen damit verknüpfen”, sagt Sarta.

Versucht eine solche Gruppe, die uneinig oder sogar zerstritten ist, selbständig zu verkaufen, könnten Kaufinteressenten versuchen, die Uneinigkeit der Gruppe für sich auszunutzen oder einzelne Erben zu beeinflussen.

Fehlende Verkaufsroutine

Ohne die Hilfe eines Experten würden die Immobilien gerade in einem dynamischen Markt selten schnell oder zum höchsten erzielbaren Preis verkauft, schon weil es den Beteiligten an Verkaufsroutine fehle.

Neben der Begutachtung von Zustand, Lage und Potenzial der Immobilie würden professionelle Verkäufer ebenso die Vermarktung und die notarielle Vorbereitung übernehmen. Ein weiterer Vorteil sei, dass sich getrennte Paare oder Erben einen Anlass weniger hätten, sich weiter zu zerstreiten. (kl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Wir haben die Erfahrung gemacht, das eine neutrale und unabhängige Schnell Bewertung vor allem am Anfang Sinn machen kann. So wissen alle Parteien im Vorfeld, welcher Wert zu erwarten ist und man kann evtl. schon einmal planen. In unserem Fall lief es dadurch (denke ich) wesentlich unchaotischer ab).

    Kommentar von Florian Massloch — 7. April 2017 @ 10:21

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Zinszusatzreserve: “Korridormethode bringt zehn Milliarden Euro Entlastung – allein 2018“

Die Kölner Rating-Agentur Assekurata kritisiert in ihrem diesjährigen Marktausblick zur Lebensversicherung 2018 erneut die gegenwärtige Berechnungsmethodik zum Aufbau der Zinszusatzreserve (ZZR) und mahnt eine Umstellung auf die Korridormethode an. Diese war von der deutschen Aktuarvereinigung (DAV) in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erarbeitet worden.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne fallen deutlich stärker als erwartet

Die US-Bauwirtschaft hat sich im Juni enttäuschend entwickelt. Die Wohnungsbaubeginne sanken so stark wie seit November 2016 nicht mehr. Das geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Größtes Freihandelsabkommen der EU

Während Donald Trump sämtliche Handelsvereinbarungen platzen lässt und zusätzlich Strafzölle verhängt, hat die Europäische Union hat mit Japan ihr bislang größtes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Ökonomen freuen sich über die Rückkehr der Vernunft, aber Verbraucherschützer sind alarmiert.

mehr ...

Berater

Scout24 kauft Finanzcheck.de

Strategische Übernahme: Scout24, Betreiber bekannter digitaler Marktplätze wie Financescout24 oder Autoscout24 übernimmt eines der relevantesten deutschen Online-Vergleichsportale für Verbraucherkredite, Finanzcheck.de. Verkäufer sind eine Investorengruppe um Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, Harbourvest Partners sowie die Gründer von Finanzcheck. Den Kaufpreis liegt bei 285 Millionen Euro und wird bar gezahlt.

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB-Tochter gewinnt Großanleger aus Belgien

Die MPEP Management Luxembourg S.à r.l. (MPEP), ein Tochterunternehmen des Private Equity Spezialisten RWB Group, hat die Zusage über ein Investment in zweistelliger Millionenhöhe von einem alternativen Investmentfonds erhalten, der von Degroof Petercam verwaltet wird.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...