Anzeige
12. April 2017, 07:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“AIFs und Vermögensanlagen stehen im Wettbewerb”

Cash. sprach mit dem Hauptgeschäftsführer des Sachwerteverbandes BSI Eric Romba über die Entwicklung der Sachwertbranche und seine Einstellung zu Vermögensanlagen.

Vermögensanlagen

“AIFs und Vermögensanlagen stehen im Wettbewerb um Anleger, deren Kapital gepoolt wird.”

Cash.: 2016 ist die Branche der Sachwertanlagen nicht wirklich vorangekommen, die Zahl neuer Publikums-AIFs lag sogar unter dem Vorjahr. Woran liegt das?

Romba: Dass die Branche 2016 nicht vorangekommen ist, kann ich nicht bestätigen. Es gibt durchaus eine Reihe von Unternehmen, die sehr erfolgreich sind. Dazu braucht man nur die Pressemitteilungen der vergangenen Wochen zu lesen. Dass der Publikumsmarkt noch nicht recht in Schwung gekommen ist, ist in der isolierten Betrachtung vielleicht richtig, aber aus der Unternehmensperspektive sieht das vielfach anders aus. Viele Unternehmen wurden auch durch die Regulierung angetrieben, sich neu aufzustellen und das Geschäftsmodell zu verändern. Und das funktioniert.

Nach wie vor gibt es weniger AIFs als Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz. Warum kümmert der BSI sich nicht auch um diesen Bereich?

Es trifft nicht zu, dass wir uns um diesen Bereich nicht kümmern würden. Wir beschäftigen uns mit der gesamten Bandbreite von Sachwertinvestments. Das reicht von nachrangigen Darlehen über Crowdinvesting in Vermögensanlagen bis hin zu regulierten Produkten. Wir sind nicht nur Anbieterverband geschlossener Produkte, sondern unsere Mitglieder machen auch offene Produkte, etwa offene Spezial-AIFs. Es ist eine limitierte Wahrnehmung, den BSI auf geschlossene AIFs zu reduzieren. Vielleicht müssen wir noch daran arbeiten, dass dies besser sichtbar wird, aber unsere inhaltliche Arbeit deckt auch die anderen Bereiche ab.

In der Vergangenheit gab es durchaus harsche Stellungnahmen des BSI zu Vermögensanlagen. So haben Sie schon von Wettbewerbsverzerrung gesprochen und die Einbeziehung in das KAGB gefordert.

Das hat sich auch nicht geändert. AIFs und Vermögensanlagen stehen im Wettbewerb um Anleger, deren Kapital gepoolt wird. Wegen des geringeren Regulierungsniveaus ist der Aufwand bei den Vermögensanlagen jedoch geringer. Auf der anderen Seite ist dort die Gefahr größer, dass etwas schiefgeht. Das fällt dann gegebenenfalls auch auf AIFs zurück.
Uns geht es darum, dass es gute, qualitativ hochwertige Produkte gibt, die einen gewissen Standard haben, auch in Hinblick auf die Sicherheit. Das Regulierungspendel schwingt nicht zurück. Im Gegenteil: Der Ausgang der Bundestagswahl ist völlig offen und voraussichtlich wird eine neue Partei mit einem signifikanten Anteil in den Bundestag gewählt werden. Die denkbaren politischen Konstellationen nach der Wahl sprechen eher für mehr Regulierung als für weniger. Insofern muss die Branche zusehen, dass der Markt funktioniert und wir nicht wieder Skandale und Pleiten erleben, die dann den Gesetzgeber auf den Plan rufen.

Seite zwei: “Kunde entscheidet, welche Struktur für ihn die richtige ist

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Studie: Mehrgenerationenhäuser immer beliebter

Früher oder später muss sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, wie er oder sie im Ruhestand wohnen möchte. Wie aus einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse hervorgeht, bewegt sich der Trend dabei weg von den traditionellen Wohnformen.

mehr ...

Investmentfonds

Ökoworld fordert Ablösung der VW-Führungsspitze

Auch nach der Ablösung von Matthias Müller als VW-Chef erneuert die Ökoworld AG den bereits Anfang Februar geforderten Rücktritt der gesamten VW-Chef-Etage. Denken und Empfinden der Vorstände und Aufsichtsräte der VW AG seien für die Menschen weltweit im 21. Jahrhundert nicht mehr tragbar.

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...