22. Juni 2017, 10:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wohnungsmangel ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen”

Inzwischen übersteigt in 138 Städten und Kreisen die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot. Damit sind nicht mehr nur Großstädte betroffen und auch für Durchschnittsverdiener wird die Wohnungssuche immer schwieriger. Das geht aus einer Studie von Prognos hervor.

Schlussel-schluessel-wohnung-haus-mehrfamilienhaus-wohnungen-umzug-neu-shutterstock 190775483 in Wohnungsmangel ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

In Großstädten können sich Mieter besonders wenig Wohnraum leisten.

Wohnungen werden auch außerhalb von Ballungsräumen einer Studie des Gutachterinstituts Prognos zufolge knapper und teurer. In einem Drittel der regionalen Wohnungsmärkte fehlt Wohnraum, wie Prognos ermittelt hat. Demnach ist die Situation in 138 Städten und Kreisen problematisch.

Selbst für Haushalte mit mittleren Einkommen werde es immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden, heißt es in der Analyse. “Das Phänomen des Wohnungsmangels geht dabei deutlich über die Metropolen und Ballungsräume hinaus.”

Wohnungsmangel auch für Durchschnittsverdiener

In Auftrag gegeben hat die Studie das Verbändebündnis Wohnungsbau, zu dem sieben Verbände und Organisationen der Bau- und Immobilienbranche gehören. In den sieben Städten mit besonders angespanntem Wohnungsmarkt – Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart – kann sich laut Studie eine Familie mit einem mittlerem Einkommen von 2.168 Euro netto weniger als 70 Quadratmeter leisten.

Die Experten gehen dabei davon aus, dass eine Familie 35 Prozent des Haushaltseinkommens für die Warmmiete ausgibt. Im Bundesdurchschnitt bekäme man für 759 Euro warm 77 Quadratmeter.

“In vielen Orten können sich selbst Durchschnittsverdiener einen Umzug nicht mehr erlauben. Die Bezahlbarkeit von Wohnraum ist für mehr als die Hälfte der Bevölkerung eine finanzielle Herausforderung”, sagte der Chef der Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt, Robert Feiger, der dpa. “Der Wohnungsmangel ist damit in der Mitte der Gesellschaft angekommen.”(dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bafin prüft Kundengeldabsicherung von Reisekonzernen

Nach der Insolvenz der deutschen Thomas Cook nimmt die Finanzaufsicht Bafin die Absicherung von Kundengeldern bei anderen Reisekonzernen genauer unter die Lupe. Die Bafin stehe aktuell in engem Kontakt mit Versicherungsunternehmen, erklärte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage.

mehr ...

Immobilien

Die neuen Trends der Immobilienbranche

500 Immobilienexperten aus dem In- und Ausland haben bei der Expertenumfrage „Trendbarometer“ der Berlin Hyp ihre Einschätzung zu den Trends der deutschen Immobilienbranche abgegeben.

mehr ...

Investmentfonds

Swisscanto stärkt Bereich Multi Asset

Anja Hochberg (49) stößt per 1. Januar 2020 zu Swisscanto Invest als Leiterin Multi Asset Solutions. In ihrer neuen Position wird sie sämtliche Multi Asset-Strategien verantworten und das Dienstleistungsangebot in diesem Bereich strategisch weiterentwickeln. Hochberg folgt auf Alexander Schöb, der intern eine neue Herausforderung annehmen wird. Sie wird direkt an Iwan Deplazes, Leiter Asset Management Swisscanto Invest, berichten.

mehr ...

Berater

Comdirect: Keine klare Empfehlung für Aktionäre

Vorstand und Aufsichtsrat der Online-Bank Comdirect können sich mit Blick auf das Übernahmeangebot der Commerzbank nicht zu einer klaren Empfehlung für ihre Aktionäre durchringen. Die von der Commerzbank gebotene Summe von 11,44 Euro je Aktie sei jedenfalls angemessen, teilte die Comdirect am Mittwoch mit. Kurzfristig orientierten Aktionären rät das Institut daher, die Offerte der Mehrheitseignerin aus Frankfurt anzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Bestes Platzierungsergebnis der Unternehmensgeschichte”

Der Fonds Nr. 42 des Asset Managers ILG ist vollständig platziert. In elf Wochen wurden demnach rund 42,4 Millionen Euro Eigenkapital von privaten und semiprofessionellen Anlegern für den alternativen Investmentfonds (AIF) eingeworben.

mehr ...

Recht

Blitzer-Urteil: Messungen von privaten Dienstleistern sind rechtswidrig

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat in einer Grundsatzentscheidung bestätigt, dass Verkehrsüberwachungen durch private Dienstleister gesetzeswidrig sind und auf einer solchen Grundlage keine Bußgeldbescheide erlassen werden dürfen (Beschluss vom 6.11.2019, Az. 2 Ss-OWi 942/19).

mehr ...