29. August 2017, 11:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ZIA: Grunderwerbsteuer in Deutschland zu hoch

Die Situation am Immobilienmarkt in Deutschland ist seit Jahren angespannt. Doch was nehmen Mitglieder der Immobilienwirtschaft als Hindernisse für eine Entspannung des Marktes wahr? Aufschluss darüber gibt der Immomat des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA).

ZIA: Grunderwerbsteuer in Deutschland zu hoch

Fast drei Viertel der Immomat-Teilnehmer befürworten eine Senkung der Grunderwerbsteuer.

Im Vorfeld der Bundestagswahl im September bieten zahlreiche Institutionen und Internetseiten sogenannte Wahlhelfer in Form von Umfragen zu den eigenen, politischen Überzeugungen an.

Einer dieser Wahlhelfer ist der, vom ZIA in Zusammenarbeit mit der Immobilen Zeitschrift (IZ) entwickelte “Immomat”, dessen Fragen sich speziell an Mitglieder der Immobilienwirtschaft richten.

Um zum jetzigen Stand der Ergebnisse (Stand: 22. August 2017) zu kommen, beantworteten bereits 2.690 Teilnehmer in einem anonymisierten Verfahren 32 Fragen zu verschiedenen Themenfeldern wie Stadtentwicklungs-, Finanz- und Steuerpolitik.

Mehrheit für einheitliches Steuerniveau

Laut ZIA zeigen die bisherigen Ergebnisse des Immomat dass 73,6 Prozent der Teilnehmer ein bundesweit einheitliches Niveau der Grunderwerbsteuer befürworten.

“Dieses Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Die Grunderwerbsteuer ist in Deutschland – auch im Vergleich zu unseren Nachbarländern – viel zu hoch.”, sagt dazu Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer des ZIA.

“Bestehende Ideen zur Förderung von Wohneigentum und zu weiteren Immobilieninvestitionen insbesondere in den Neubau werden durch die Grunderwerbsteuer konterkariert.”

Landesbauordnungen werden als Hindernis betrachtet

Ein ebenso hoher Anteil der Befragten (72,9 Prozent) habe angegeben, die unterschiedlichen Landesbauordnungen in Deutschland als Hindernis für eine Entspannung der Märkte anzusehen, so ZIA.

Diese Mehrheit der Befragten spreche sich für eine bundeseinheitliche Musterbauordnung aus, die Investoren mehr Sicherheit bietet und Projekte schneller realisieren lässt.

Weiterhin befürworte ein Großteil der Befragten einen Ausbau des Anreizsystems für Investitionen, beispielsweise durch eine Erhöhung der linearen Abschreibung für die Abnutzung von Gebäuden, der linearen AfA, von zwei auf mindestens drei Prozent jährlich (70,5 Prozent Zustimmung).

Auch die steuerliche Sonderabschreibung für energetische Gebäudesanierungen sei in den Augen einer großen Mehrheit (72,4 Prozent der Befragten) ein sinnvolles Instrument. (bm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Black Friday: Vorsicht bei der großen Schnäppchenjagd

Der Countdown zum Black Friday läuft: Zahlreiche Händler feiern den Topseller-Tag mit speziellen Aktionen und Sonderrabatten, quasi ein Auftakt für das Weihnachtsgeschäfts. Doch wie sieht es mit einem eventuellen Rückgabe- und Umtauschrecht aus, wenn – Mann oder Frau – sich verkauft haben. Rechtsexperten der Arag klären auf, was bei reduzierter Ware und vorschnellen, unüberlegten Kaufentscheidungen zu beachten ist.

mehr ...

Immobilien

Erhaltungssatzung: Münchner Immobilienbesitzer sollten Status ihrer Immobilie prüfen

Experten der Hausbank München eG, von Rohrer Immobilien und der Anwaltskanzlei Wagensonner empfehlen aktuell oder zukünftig von der Erhaltungssatzung der bayerischen Landeshauptstadt betroffenen Immobilienbesitzern ihr Objekt einem Statuscheck zu unterziehen.

mehr ...

Investmentfonds

Boom bei ESG-Investitionen durch die EU?

Das Thema ESG – also die Fokussierung auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien – ist im Bereich der Finanz- und Anlageberatung quasi nicht existent. Das könnte sich mit einer neuen EU-Gesetzgebung im kommenden Jahr ändern. Mit weitreichenden Folgen für ESG-Investments.

mehr ...

Berater

Ziemiak: CDU steht zum Grundrenten-Kompromiss

Die CDU-Spitze hat klargestellt, dass sie ohne Abstriche zum Koalitionskompromiss zur Grundrente steht. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte Donnerstag in Leipzig nach Sitzungen der Parteigremien zur Vorbereitung des Parteitags, die Eckpunkte des Kompromisses stünden fest, “daran gibt es keinen Zweifel”. Und daran habe sich auch nichts geändert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Mimco kauft weiteres Einzelhandelsobjekt

Der Asset- und Investment-Manager Mimco Capital Sàrl aus Luxemburg hat für seinen neuen Fonds Everest One in das Einzelhandelsobjekt “Neues Südertor” in Lippstadt einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Geplant ist auch eine Aufwertung des Gebäudes.

mehr ...

Recht

Streitatlas 2019: Wo sich Deutschland zofft

Ein Viertel der Nation ist in Streitigkeiten verwickelt. „Deutschlands großer Streitatlas 2019“ belegt mit Zahlen und Fakten, wie in der Bundesrepublik gestritten wird. Die groß angelegte Studie, die Generali Deutschland auf Basis der Daten ihres Rechtsschutzversicherers Advocard alle zwei Jahre durchführt, zeigt spannende Einblicke in die deutsche Streitkultur.

mehr ...