13. Januar 2017, 13:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ZIA kritisiert SPD-Forderungen zur Eigenheimförderung

Die Forderungen der SPD zur Eigenheimförderung gehen nach Ansicht des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss am Kern des Problems vorbei. Um die Wohneigentumsquote zu steigern, müsse an anderen Stellschrauben gedreht werden.

Andreas-mattner-zia in ZIA kritisiert SPD-Forderungen zur Eigenheimförderung

Nach Ansicht von Andreas Mattner, ZIA, verfolgt die SPD einen falschen Ansatz bei der Eigenheimförderung.

Medienberichten zufolge plant die SPD die Einführung von Pauschalbeträgen für Notarkosten und Grundbucheinträge beim Immobilienkauf sowie die Einführung des Bestellerprinzips bei Immobilienverkäufen.

Bislang werden Notarkosten und Grundbucheinträge prozentual am Kaufpreis berechnet.

Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss begrüßt die Initiative der SPD, den Wohnungskauf zu unterstützen, verweist aber auf einen falschen Ansatz. „Die Erwerbsnebenkosten in Deutschland werden vor allem durch die konstant wachsenden Grunderwerbsteuersätze der Bundesländer beeinflusst. In einigen Bundesländern müssen bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbsteuer abgeführt werden. Zur generellen Attraktivitätssteigerung von Wohneigentum sollte also vorrangig an dieser Stellschraube gedreht werden“, erklärt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss.

Verteuerung vermeiden, Anreize setzen

Zudem fordert der ZIA den Gesetzgeber auf, weitere Verteuerungen der Herstellungskosten durch neue Auflagen zu unterbinden.
„Die beste Eigenheimförderung ist zwecklos, wenn auf der anderen Seite die Herstellungspreise durch neue Verordnungen und Auflagen etwa im Energieeffizienzbereich steigen“, sagt Mattner. Vielmehr sollte die Politik auf Anreize setzen, um Investitionen zu fördern.

„Wir brauchen schlichtweg mehr Neubau in den angespannten Wohnungsmärkten der Bundesrepublik. Dafür müssen Anreize geschaffen werden, etwa durch schnellere Baugenehmigungsverfahren und effizientere Grundstücksvergaben. Jede Verzögerung kostet Geld, das auch Käufer und Mieter zahlen müssen“, unterstreicht Mattner. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grauer Kapitalmarkt: Anbieter fischen in sozialen Medien

Über Facebook, Instagram & Co. bauen fragwürdige Unternehmen Kontakt zu jungen Interessenten auf und wollen sie für ihre Geldanlagen gewinnen. Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Hessen stellten fest, dass die untersuchten Angebote undurchsichtig sind. Oft scheinen Schneeballsysteme dahinter zu stecken.

mehr ...

Immobilien

Trendbarometer 2019: Es wird nicht so gut bleiben, wie bislang

Der deutscher Gewerbeimmobilienmarkt ist im europäischen Vergleich attraktiv. Stagnierende Margen und die Neugeschäftsentwicklung zeichnen eine leichte Eintrübung. Deshalb rücken nun zunehmend mehr B-Städte in den Fokus. Welchen Einfluss zudem die Digitalisierung besitzt. 

mehr ...

Investmentfonds

Energiewende: Das ist jetzt von Vermögensverwaltern gefordert

Enormer Erfolg grüner Parteien bei den Wahlen zum Europaparlament oder auch die Fridays for Future-Bewegung – das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Zugleich mehren sich die Rufe nach stärkeren politischen Maßnahmen. Ein Kommentar von Eva Cairns, ESG Investment Analyst bei Aberdeen Standard Investments.

mehr ...

Berater

Bundesrat billigt neue Regeln für Wertpapierhandel

Ab 21. Juli 2019 gilt europaweit die EU-Prospektverordnung. Sie soll für mehr Anlegerschutz sorgen: durch bessere Informationen bei Angebot und Zulassung im Wertpapierhandel an den Börsen. Die vom Bundestag dazu beschlossenen innerstaatlichen Änderungen hat der Bundesrat am 7. Juni 2019 abschließend gebilligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

OLG Celle: Anlagevermittler muss Schadensersatz leisten

Ein Finanzanlagenvermittler ist aufgrund eines Prospektfehlers Schadensersatz pflichtig. Dies urteilt nun das Oberlandesgericht Celle in einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann geführten Verfahren. Was das Urteil für Andere bedeutet. 

mehr ...