Zinshäuser: C- und D-Städte überflügeln die Metropolen

Die Nachfrage nach Zinshäusern ist nach wie vor enorm und sorgt für einen Trendwechsel: Einem aktuellen Marktbericht von Engel & Völkers zufolge liegen beim prozentualen Preiszuwachs C- und D-Standorte vorn.

Immer mehr Investoren konzentrieren sich bei der Suche nach Zinshäusern auf C- und D-Standorte.

Leverkusen statt Köln, Augsburg statt München – Immobilieninvestoren verlassen laut Engel & Völkers immer häufiger die bekannten Trampelpfade in den Wirtschaftsmetropolen. Das ist ein Ergebnis des Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2017 des Maklerhauses.

„Betrachtet man das Preisniveau der durchschnittlichen Angebotspreise für Anlageimmobilien in den von uns analysierten 57 Engel & Völkers Commercial Standorten, befinden sich unter den zehn teuersten Standorten überwiegend Städte aus den Kategorien C und D“, berichtet Dr. Maike Brammer, Leiterin Research bei Engel & Völkers in Hamburg.

Die genannten C- und D-Standorte haben laut E&V prozentual am stärksten zugelegt. Im Hinblick auf die prozentuale Entwicklung der Angebotspreise für Zinshäuser befinde sich unter den Top 10 nicht ein einziger A-Standort.

Höchster Preisanstieg in Kempten

Für die hohe Dynamik in den kleineren und mittleren Großstädten stehe exemplarisch die Entwicklung Kassels. Dort wuchs der Angebotspreis für ein Wohn- und Geschäftshaus laut E&V zuletzt um knapp 36 Prozent.

Aber auch in Braunschweig hätten die Angebotspreise im ersten Halbjahr 2016 im Vorjahresvergleich um circa 20 Prozent zugelegt. Ebenso dynamisch verhielten sich die an der Bevölkerungszahl gemessenen kleinsten Standorte wie Rosenheim (27 Prozent) oder Kempten (rund 44 Prozent). „Bemerkenswert ist, dass dieser im Vergleich kleinere Standort im Allgäu den höchsten Anstieg von den analysierten Standorten verzeichnet“, ergänzt Brammer.

Teilweise auf Augenhöhe mit den Metropolen

Generell sei das Preisniveau in einer Vielzahl von C- und D-Städten mittlerweile auf Augenhöhe mit größeren Städten. Mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 3.005 Euro pro Quadratmeter liege der C-Standort Heidelberg auf dem Niveau von Stuttgart (3.094 Euro) und Frankfurt (3.033 Euro).

Hinter dem teuersten deutschen Markt für Wohn- und Geschäftshäuser München (5.289 Euro pro Quadratmeter) folge überraschenderweise Konstanz. Dort liege der Angebotspreis für ein Zinshaus im Schnitt bei 3.571 Euro pro Quadratmeter. Unter den sechs Standorten mit einen Angebotspreisniveau von mehr als 3.000 Euro befindet sich auch Freiburg.

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Seite 2: Preiswachstum zwischen elf und 13 Prozent

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