8. Januar 2018, 16:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche zahlen mehr fürs Wohnen als andere EU-Bürger

Rund 27 Prozent ihrer Konsumausgaben setzen die Bundesbürger für das Wohnen ein und liegen damit über dem EU-Durchschnitt. Dies ist nicht nur in den Mieten und Immobilienpreisen begründet, sondern auch in höheren Ansprüchen an das Wohnen.

Haus-geld-kredit-finanzierung-shutterstock 558216838 in Deutsche zahlen mehr fürs Wohnen als andere EU-Bürger

In den vom IW Institut erhobenen Ausgaben für das Wohnen sind auch Kosten für Hausrat wie etwa neue Möbel eingeflossen.

Die Menschen in Deutschland geben einer Studie zufolge mehr Geld für Wohnen und Reisen aus als andere EU-Bürger. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Demnach fließen 26,8 Prozent der Konsumausgaben hierzulande in die Wohnung, inklusive Nebenkosten und Hausrat, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) errechnete. Der EU-Durchschnitt liegt bei 21,3 Prozent. Höher als anderswo in Europa sind auch die Reiseausgaben: Sie machen in Deutschland 3,8 Prozent aus, im EU-Durchschnitt sind es 1,7 Prozent.

Anteil von Nahrungsmitteln an Lebenshaltungskosten in vielen Ländern höher

“Grundsätzlich gilt: In den Ländern mit einer geringeren Kaufkraft ist der Anteil der Nahrungsmittel und anderer Waren und Dienstleistungen zur Deckung von Grundbedürfnissen an den Konsumausgaben vergleichsweise hoch”, sagte IW-Konjunkturexpertin Galina Kolev den Funke-Zeitungen.

So mache der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel in Rumänien, dem Land mit dem zweitniedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in der EU, 36,9 Prozent aus. Im Vergleich: In Deutschland werden dafür 16,5 Prozent aufgebracht, im Durchschnitt sind es 19,9 Prozent.

“Mit steigender Kaufkraft leisten sich die Haushalte zunehmend auch andere Produkte – etwa Luxuswaren oder besondere Dienstleistungen im Bereich der Kultur oder Erholung”, so Kolev. So nehmen in Luxemburg – wo die bereinigte Pro-Kopf-Kaufkraft fünf Mal so hoch ist wie in Deutschland – die Ausgaben für Verkehr inklusive Neuwagen mit 19,6 Prozent den größten Anteil ein. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kompositversicherung: Neue Konkurrenz durch digitale “Ökosysteme”

Digitale ‘Ökosysteme‘ der großen Technologie- und Internetkonzerne werden das Komposit-Privatkundengeschäft in Deutschland in den nächsten Jahren entscheidend prägen und bald einen Großteil der Gewinne beanspruchen. Der Wettbewerb wird sich dadurch deutlich verschärfen.

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Verfehlte Wohnungspolitik lässt Zahlen sinken

Einmal mehr sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamts die Zahlen für Baugenehmigungen in Deutschland erneut gesunken. Eine dramatische Entwicklung meint der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

mehr ...

Investmentfonds

Verschärfter Handelskonflikt wird globale Wachstumserholung verzögern, aber nicht verhindern

Die Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China führt zu einer länger anhaltenden Handelsunsicherheit und wird das Vertrauen der Unternehmen und die Investitionen belasten. Beide Staaten dürften aber weiter an einem Abkommen interessiert sein, die von NN IP erwartete globale Erholung könnte sich jedoch etwas verzögern.  Ein Gastbeitrag von NN Investment Partners.

mehr ...

Berater

P&R: Vertriebshaftung wegen Anschreiben

Das Landgericht Berlin hat einen Finanzdienstleister zur Rückabwicklung der Investition eines Anlegers bei dem inzwischen insolventen Container-Anbieter P&R verurteilt. Zum Verhängnis wurde dem Vertrieb ein unbedachter Satz in einem Anschreiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Bundesrat sagt ja zu E-Scootern 
- Das müssen Sie beachten

E-Scooter liegen voll im Trend. Neben den USA haben viele europäische Länder die elektrischen Tretroller bereits zugelassen. Nun zieht Deutschland nach. Am 3. April dieses Jahres hatte das Bundeskabinett die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor beschlossen. Heute folgte der Bundesrat. Arag Rechtsexperte und Rechtsanwalt Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf man als Fahrer zu achten hat.

mehr ...