5. September 2018, 14:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DTI Trendindikator: Keine Trendwende in Sicht – Preise im Süden steigen weiter

Dr. Klein hat die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen und Häuser im Süden Deutschlands untersucht. Demnach verzeichnet Frankfurt am Main den höchsten prozentualen Preiszuwachs in beiden Kategorien. Auch in München und Stuttgart wurden deutliche Anstiege verbucht.

Frankfurt-shutt 97889132 in DTI Trendindikator: Keine Trendwende in Sicht – Preise im Süden steigen weiter

In Frankfurt weisen die Immobilienpreise hohe Zuwachsraten auf.

Die Immobilienpreise in den drei Metropolen München, Frankfurt und Stuttgart sind nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators Immobilienpreise (DTI) für die Region Süd im zweiten Quartal 2018 deutlich gestiegen.

Stuttgart: Hohes Preisniveau hat weitreichende Auswirkungen

„Immobilien sind zu teuer – mindestens in den zentralen Lagen“, so Roland Lenz, Spezialist für Baufinanzierung in Stuttgart zu den Preisen in der schwäbischen Metropole. Auch als Wirtschaftsfaktor sei das Thema nicht zu unterschätzen: „Um qualifiziertes Personal zu gewinnen, müssen Regionen bezahlbaren Wohnraum anbieten. Sollte sich die Lage nicht entspannen, könnten die Unternehmen an alternative Standorte abwandern.“

Der gemittelte Wohnungspreis von 3.261 Euro pro Quadratmeter bedeute, dass eine 90 Quadratmeter große Eigentumswohnung in Stuttgart mittlerweile 293.490 Euro koste. Vor vier Jahren seien es noch 182.070 Euro gewesen. Der Höchstpreis für Wohnungen in Stuttgart liege im zweiten Quartal bei 10.725 Euro pro Quadratmeter und damit ganze 1.291 Euro höher als in den Anfangsmonaten des Jahres.

Für Häuser in der schwäbischen Metropolregion werden im zweiten Quartal 2018 laut Dr. Klein erstmals fünfstellige Beträge pro Quadratmeter gezahlt. Im Mittel liege der Preis für diese Immobilienart bei 2.992 Euro pro Quadratmeter. Auch der Preisindex für Ein- und Zweifamilienhäuser steige im Vergleich zum ersten Quartal 2018 um 1,62 Prozent, im Jahresvergleich um 7,54 Prozent. In den Index werden zusätzliche Faktoren wie Baujahr oder Lage der Immobilie eingerechnet.

Frankfurt: Häuser und Wohnungen weiter im Aufwärtstrend

Der Preisindex für Wohnungen am Main steigt laut Dr. Klein im zweiten Quartal mit 3,26 Prozent etwas dynamischer als für Häuser (2,52 Prozent). Diese Diskrepanz sei bei den Medianpreisen allerdings deutlich stärker ausgeprägt: Für eine Eigentumswohnung zahlten Käufer in der Bankenmetropole im zweiten Quartal durchschnittlich 3.317 Euro pro Quadratmeter – 50 Euro mehr als zu Beginn des Jahres.

Zudem würden für Wohnungen erstmals Höchstpreise von über 12.000 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Für Häuser liege das Niveau bei durchschnittlich 2.579 Euro pro Quadratmeter, der Höchstpreis bei bei 12.206 Euro pro Quadratmeter.

München: auf Jahressicht erneut zweistellige Wachstumsraten

München ist weiterhin die Region mit der größten Dynamik bei den Immobilienpreisen in Süddeutschland. Eigentumswohnungen in der bayrischen Landeshauptstadt verteuern sich laut Dr. Klein im Jahresvergleich um 11,24 Prozent und liegen nun im Mittel bei 6.361 Euro pro Quadratmeter.

Das seien 276 Euro mehr als noch im ersten Quartal 2018. Damit zahlten Wohnungskäufer in München 2,83 Prozent mehr als zu Anfang des Jahres. Der Preisindex ist für Münchner Wohnungen traditionell hoch. Aktuell liege er bei 238,21 und sichere der Stadt somit erneut eine bundesweite Sonderstellung.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in München ziehen im Vergleich zu Wohnungen weniger stark an: 1,46 Prozent verglichen mit dem Jahresanfang und 10,08 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der mittlere gezahlte Hauspreis liegt mit 4.771 Euro um 139 Euro höher als zu Beginn des Jahres.

Ein Eigenheim mit 150 Quadratmetern Wohnfläche koste damit in München erstmals über 700.000 Euro. Die Preisspanne für beide Immobilienkategorien habe sich nur wenig verändert. Auffällig sei, dass sich der Minimalpreis pro Quadratmeter für Münchner Häuser mehr als halbiert habe. Er liege nun bei 527 Euro, zu Jahresbeginn seien es noch 1.250 Euro gewesen. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Wieder erste Erholung bei Beitragseinnahmen der Rentenkasse

In der Rentenkasse zeigt sich trotz der Corona-Krise eine erste Erholung. Es gehe bei den Einnahmen “aktuell wieder nach oben”, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im März und April habe es als Folge massiver Corona-Beschränkungen geringere Beitragseingänge gegeben.

mehr ...

Immobilien

Bauträgergeschäfte von Mehrwertsteuersenkung nicht betroffen

Wer ein neues Eigenheim oder eine Eigentumswohnung von einem Bauträger erwirbt, profitiert nicht von der aktuellen Mehrwertsteuersenkung.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...