Energiewende: Mieterstromprojekte vor dem Aus

Nach einem neuen Gesetzesentwurf stehen die zukunftsweisenden Mieterstromprojekte vor dem Aus, warnen der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutsche Mieterbund (DMB).

Wohnungsunternehmen planen für 2019 zahlreiche Mieterstromprojekte im Bereich über 40 Kilowatt.

Diese Projekte ermöglichen eine lokale erneuerbare Stromerzeugung und eine aktive Einbeziehung der Mieter in die Energiewende.

Mit dem Energiesammelgesetz soll jedoch schon ab dem 01. Januar 2019 die Einspeisevergütung für Solaranlagen mit einer Größe von über 40 Kilowatt deutlich abgesenkt werden.

Laut GdW würde diese Absenkung eins zu eins auch für die vielen innovativen Mieterstromanlagen gelten, denn der Mieterstromzuschlag ist an die Einspeisevergütung gekoppelt.

Bundesregierung muss nachbessern

Eine Mieterstromanlage mit 100 Kilowatt Leistung würde dann nur noch 0,75 Cent pro Kilowattstunde erhalten statt 1,97 Cent pro Kilowattstunde nach geltender Rechtslage.

„So wird der Energiewende auf Quartiersebene hinterrücks den Garaus gemacht“, warnte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW. Hier sei es für die Bundesregierung dringend nötig nachzubessern.

So müsse die beihilferechtlich gebotene Absenkung der Einspeisevergütung sauber vom Mieterstromzuschlag getrennt werden.

Seite zwei: „Energiewende braucht Planbarkeit!“

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