24. Oktober 2018, 14:25
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Experte: Smart Home oft Einfallstor für größere Netz-Attacken

Smart-Home-Systeme werden bei Immobilieneigentümern immer beliebter – es gibt jedoch auch Gefahren. Hacker-Angriffe auf Smart-Home-Geräte richten sich nach Experteneinschätzung in der Regel nicht gegen die Hausgeräte selbst, sondern dienen dazu, komplette Netzwerke zu übernehmen.

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Smart-Home-Technik vernetzt meist mehrere Bereiche eines Hauses.

Viele Besitzer von vernetzten Haushaltsgeräte verstünden gar nicht das eigentliche Risiko, sagte Mikko Hypponen, Sicherheitsspezialist der finnischen Firma F-Secure, am Rande Broadband World Forums in Berlin. “Die fragen sich: Was will ein Hacker schon mit meinem vernetzten Kühlschrank oder meiner smarten Türklingel anfangen?”

Dabei dienten diese Geräte oft nur als Einfallstor in Heimnetzwerke, um dann beispielsweise vernetzte Rechner mit Erpressungssoftware (“Ransomware”) zu infizieren oder das Netzwerk als Teil eines Botnetzes zu kapern.

“Wir haben den Weckruf noch nicht gehört”, meinte Hypponen. Etlichen Besitzern von Smart-Home-Geräten sei auch egal, ob ihre Geräte als Teil eines Angriffsnetzwerks gekapert geworden seien, solange diese Geräte selbst noch funktionierten. “Es gibt kaum ein Verständnis für die Sicherheit der anderen.”

Datensicherung nicht vernachlässigen

Die Anwender sollten sich jedoch nicht vor den Bedrohungen fürchten, sondern Verantwortung übernehmen. “Das fängt schon bei der Sicherung der eigenen Daten an – in Zeiten, da immer mehr Erinnerungen digital gespeichert werden: Wann haben Sie zuletzt ein Backup ihrer Daten gemacht, die Ihnen lieb und teuer sind?”

Der Trend zu Smartphones und Tablet-Computern habe immerhin die Welt sicherer gemacht, sagte Hypponen. Auf einem iPad oder iPhone könne nicht jede beliebige Software installiert werden wie auf einem herkömmlichen Windows-PC.

Und selbst das offenere Betriebssystem Android, bei dem die Installation von Schadsoftware leichter möglich ist, sei sicherer als das PC-System Windows. Problematisch zu bewerten sei allerdings die Tatsache, dass die Mehrzahl der Android-Geräte nicht mit einem aktuellen Betriebssystem ausgestattet seien und nicht auf die neuste Android-Version gebracht werden könne. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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