Anzeige
23. Juli 2018, 14:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

F+B-Index: Preis- und Mietanstieg bremst sich ab

Die Entwicklung der Mieten und Preise für Wohnimmobilien hat sich nach den Ergebnissen des F+B-Wohn-Index Deutschland seit dem Jahresanfang deutlich abgeschwächt. Der höchste Zuwachs wurde bei Ein- und Zweifamilienhäusern verbucht.

Haus-chart-750-shutt 14446201 in F+B-Index: Preis- und Mietanstieg bremst sich ab

Mit Blick auf den Gesamtmarkt in Deutschland zeigt sich eine Verlangsamung der Preiszuwächse.

Der Index legte im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Prozent zu. Im Vorjahresquartal hatte dieser Anstieg bei 4,9 Prozent gelegen.

„Einzig das Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnet eine deutlich ansteigende Preisentwicklung, was neben dem weiterhin niedrigen Zinsniveau und anhaltend guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Deutschland möglicherweise schon als Resultat des Baukindergeldes zu werten ist, das rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft treten soll“, erklärt F+B-Geschäftsführer Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer des Analysehauses F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt.

Stärkster Anstieg bei Eigenheimen

Im zweiten Quartal in Folge sei das klassische Selbstnutzersegment der Eigenheime der Spitzenreiter unter allen Objektarten. Hier stiegen die Preise zum Vorquartal 1/2018 um 2,6 Prozent – nach 3,8 Prozent im Vergleich von Q4/2017 zu Q1/2018.

Damit scheinen die beim Preisanstieg über viele Jahre führenden Eigentumswohnungen laut F+B nachhaltig auf den zweiten Platz zu rutschen, die zwischen Q2/2018 und Q1/2018 – wie im Wohn-Index 1-2018 – bei 1,2 Prozent Preisanstieg verharrten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal 2/2017 übertrafen nur noch Einfamilienhäuser mit 6,5 Prozent den Durchschnittswert des F+B-Wohn-Index von 4,9 Prozent, während erstmalig auch im Jahresvergleich die Eigentumswohnungen mit 4,5 Prozent leicht darunter lagen.

„Mittlerweile ist damit vor allem der Ein- und Zweifamilienhausbereich maßgeblich für die Gesamtperformance des Wohn-Index verantwortlich“, so der F+B-Chef.

Bestandsmieten bewegen sich seitwärts

Im Gegensatz dazu bewegten sich die Bestandsmieten bundesweit im Vergleich von Q2/2018 zum Vorquartal mit plus 0,3 Prozent weiterhin nahezu seitwärts – mit einem unmerklichen Rückgang von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Wohn-Index 1-2018 und dessen Quartalsvergleich von Q1/2018 zu Q4/2017 – Effekt einer rückläufigen Fluktuationsquote aber möglicherweise auch der mietenpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung.

Der Preisanstieg der Neuvertragsmieten zeigte mit 1,3 Prozent eine weiterhin leichte Aufwärtsbewegung, die sich offenbar stabilisiere. Die Preise für einzelne Mehrfamilienhäuser stagnierten im Vergleich zum Vorquartal mit 0,2 Prozent. Nach Analysen von F+B scheinen hier hochpreisige neuere Mehrfamilienhäuser in Top-Lagen eher auf direktem Wege über lokale Makler vermarktet zu werden, unter Umgehung der Online-Portale. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Noch vorige Woche war eine Meldung zu lesen, dass die Mietpreisbremse nicht wirkt und der Anstieg ungebremst weitergeht.

    Kommentar von R. André Klotz — 24. Juli 2018 @ 08:06

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Assekuranz 4.0: Wie der Sprung in die Zukunft gelingt

In zehn bis fünfzehn Jahren wird die Branche kaum wiederzuerkennen sein. Welche Änderungen und Herausforderungen auf die einzelnen Geschäftsbereiche jetzt zukommen.

Gastbeitrag von Dr. Holger Rommel, Adcubum AG und Vincent Wolff-Marting, Versicherungsforen Leipzig

mehr ...

Immobilien

Bauboom schließt Lücken auf dem Wohnungsmarkt nicht

Auf dem Bau in Deutschland herrscht Hochkonjunktur – trotzdem mangelt es an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsräumen. Die aktuelle Entwicklung reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken, konstatieren die Immobilienverbände und mahnen weitere Maßnahmen an.

mehr ...

Investmentfonds

Türkei-Krise: Nach 2008 haben sich Anleger viel Hornhaut zugelegt

Die Währung ist der Aktienkurs eines Landes. Angesichts des aktuellen dramatischen Verfalls der türkischen Lira haben wir es also mit einem “Mega-Aktiencrash” zu tun. Dabei war das Land früher ein wahrer Outperformer, ein Aktienstar. In seiner Amtszeit als Ministerpräsident ab 2002 hat ein gewisser Herr Erdogan eine marode türkische Volkswirtschaft mit harten Wirtschaftsreformen in eine blühende Landschaft verwandelt. Doch dann wiederholten sich die typischen Fehler von Schwellenländern. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt-Börse forciert ihre Erstmarkt-Aktivität

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG hat ihre Website Erstmarkt.de einem Relaunch unterzogen und unternimmt einen Neustart mit zunächst fünf Fonds. Zielsetzung ist der Online-Vertrieb neuer Publikums-AIFs.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...