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18. Januar 2018, 09:11
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Gewerbeimmobilien: Diese Trends prägen die Nachfrage

Der europäische Markt für Gewerbeimmobilien wird sich nach Einschätzung von Knight Frank auch in 2018 positiv entwickeln. Dabei würden drei wichtige Trends die Entwicklung prägen.

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Die Anforderungen an moderne Büroflächen wandeln sich.

Vorläufige Auswertungen für 2017 zeigen laut Knight Frank, dass das Investmentvolumen in europäische Gewerbeimmobilien das Ergebnis von 2016 in Höhe von 216 Milliarden Euro übertrumpfen werde, jedoch unter dem Ergebnis von 2015 liege, als über 250 Milliarden Euro investiert wurden.

Die internationale Immobilienberatungsgesellschaft geht davon aus, dass das Transaktionsvolumen 2018 ähnlich hoch wie 2017 liegen wird – insbesondere vor dem Hintergrund, dass weiterhin hohe Teile des Kapitals in Immobilien allokiert werden und voluminöse Plattform- und Portfolio-Abschlüsse zunehmen.

Drei wichtige Trends

Laut Knight Frank werden 2018 drei Entwicklungen das Verhalten der Investoren entscheidend mitprägen: Hotspots für Mietwachstum, flexible Büros und urbane Logistikzentren.

Vor dem Hintergrund des fortgeschrittenen Immobilienzyklus müssten Investoren, um Gewinne zu erzielen, stärker auf das Mietwachstum statt auf die zunehmende Renditekompression schauen.

Zu den Hotspots zählen laut Knight Frank Märkte, die sich bisher im aktuellen Zyklus relativ langsam entwickelt haben. Dazu gehörten insbesondere Amsterdam und Madrid, wo sich die Mieten dynamisch nach oben entwickeln.

Obwohl es so aussehe, als ob der deutsche Zyklus des Mietmarktes schon weiter fortgeschritten ist, seien die Fundamentaldaten für Wachstum – hohe Nachfrage, geringe Verfügbarkeit und limitierte Pipeline an Neubauentwicklungen – besonders stark in Berlin und in München.

Büroimmobilien: Flexibilität ist Trumpf

Flexible Arbeitsplatzbereiche und Co-Working prägen laut Knight Frank die Nachfrage im Bereich Büroimmobilien.

Technologie, die Zunahme von selbstständiger Arbeit und wachsende Mitarbeiteranforderungen definierten die traditionellen Arbeitsplätze neu. Überall in den europäischen Märkten nehme die Nachfrage nach flexiblen Büros zu.

In London, Berlin und Paris werden laut Knight Frank die höchsten Wachstumsraten verzeichnet. Dieser Sektor werde weiterhin zunehmen und neue Formen von Arbeitsplatzbereichen hervorbringen, um den vielfältigen Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden.

Hohe Nachfrage nach Logistikimmobilien

Laut Knight Frank ist der europäische Logistikmarkt aufgrund seiner relativ hohen Renditen, seines stabilen Cashflows und der Auswirkungen des boomenden E-Commerce sehr interessant.

Der Online-Handel verursache strukturelle Veränderungen in der Nachfrage, besonders weil der Bedarf an innerstädtischen Logistikzentren, die für die Zustellung auf der letzten Meile genutzt werden, steige.

Die gleichzeitig geringe Verfügbarkeit von städtischen Logistikimmobilien habe zu einer attraktiven Dynamik hinsichtlich Angebot und Nachfrage sowohl für Investoren als auch für Projektentwickler geführt.

Die Eurozone 2018: Wirtschaftswachstum und Renditen

Die Eurozone hat laut Knight Frank mit einem vom IWF 2017 prognostizierten Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent, dem höchsten Ergebnis der laufenden Dekade, die Erwartungen übertroffen.

Obwohl das Wachstum in 2018 ein wenig abnehmen werde, bestehe Einvernehmen darüber, dass es nahe der Zwei-Prozent-Marke bleiben werde. Trotz politischer Untersicherheiten inklusive der spannenden Wahlen in Frankreich und in Deutschland sei die europäische Wirtschaft in 2017 in hohem Maße erstarkt.

Trotz des Wirtschaftswachstums werde erwartet, dass die Europäische Zentralbank ihre Zinssätze bis 2019 niedrig hält. Die Renditen für Staatsanleihen werden laut Knight Frank in 2018 voraussichtlich etwas anziehen, aber es sei davon auszugehen, dass die Margen von Immobilienrenditen weiterhin attraktiv bleiben.

Die Spitzenrenditen in ausgewählten europäischen Märkten könnten in 2018 weiter moderat unter Druck bleiben, aber eine generelle Stabilisierung der Renditen werde für das Jahresende erwartet. Ab 2019 könne der Anstieg der Zinsen für weiteren Druck auf die Spitzenrenditen sorgen. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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