16. Januar 2018, 12:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büroimmobilien: Hohe Nachfrage, sinkende Spitzenrenditen

Deutsche Büroimmobilien sind laut CBRE nach wie vor die begehrteste Anlageklasse deutscher und internationaler Investoren. Inbesondere an B-Standorten wurde ein starker Zuwachs des Transaktionsvolumens registriert.

Frankfurt in Büroimmobilien: Hohe Nachfrage, sinkende Spitzenrenditen

Frankfurt ist der begehrteste deutsche Standort für Investments in Büroimmobilien.

Am Gewerbeinvestmentmarkt Deutschland, der mit einem Transaktionsumsatz von 57,4 Milliarden Euro das zweitbeste Resultat nach dem Boom im Jahre 2007 (57,5 Milliarden Euro) verzeichnete, dominieren laut CBRE Büroimmobilien weiterhin das Marktgeschehen.

Mit mehr als 28 Milliarden Euro entfiel nahezu die Hälfte des Transaktionsvolumens auf diese Assetklasse – dies stelle mit 13 Prozent oder gut drei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr einen neuen Rekordwert seit Aufzeichnungsbeginn dar.

„Büroimmobilien sind die unangefochtene Nummer eins – bei deutschen wie bei internationalen Investoren“, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. „Deutschland, mit seiner Vielzahl an großen Investmentmärkten und prosperierenden Regionalzentren, steht als sicherer und stabiler Investitionsstandort bei den global agierenden Immobilieninvestoren ganz weit oben auf der Liste der attraktivsten Immobilienmärkte. Die in vielen Regionen der Welt weiter zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten unterstützen diesen Trend weiter.“

Starke Steigerung des Transaktionsvolumens in Regionalzentren und B-Standorten

Der Großteil der Investments in Büroimmobilien wurde laut CBRE in den Top-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart getätigt. Auf diese Top-7-Standorte entfielen mit 22,1 Milliarden Euro knapp 79 Prozent des Gesamtvolumens.

Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies jedoch nur einer moderaten Steigerung um sechs Prozent. In Regionalzentren und B-Standorten, die immer stärker in den Fokus der Investoren rücken, sei dagegen eine Erhöhung des Investmentvolumens um 53 Prozent registriert worden.

Dennoch bleiben laut CBRE die Topstandorte die Hotspots, zumal sich dort die insbesondere bei internationalen Investoren beliebten großvolumigen Trophy Buildings und auch darüber hinaus Objekte nachgefragter Losgrößen befinden. Generell beflügeln laut CBRE die hervorragenden Wirtschaftsdaten des Standortes Deutschland den Investmentmarkt.

Verstärkte Investmentaktivität internationaler Investoren

Internationale Anleger investierten nach Aussage von CBRE mit 13,9 Milliarden Euro gut 49 Prozent des Gesamtvolumens.

Insbesondere europäische Investoren, deren Anteil am Gesamtvolumen sich auf 22 Prozent summierte, seien investitionsfreudig gewesen – darunter vor allem Anleger aus Großbritannien, Frankreich und der Schweiz. Im Vorjahr sei auf europäische Investoren lediglich ein Anteil von 15 Prozent entfallen.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

News-cbre-16012018 in Büroimmobilien: Hohe Nachfrage, sinkende Spitzenrenditen

Auch nordamerikanische Anleger waren laut CBRE im Jahr 2017 mit einem Anteil von gut zwölf Prozent stark in Deutschland vertreten, hätten jedoch im Vorjahresvergleich ihr Investmentvolumen um rund ein Drittel reduziert. Dagegen hätten asiatische Investoren sowie Anleger aus dem Nahen Osten ihre Anteile am Gesamtvolumen auf jeweils knapp sieben Prozent erhöht.

Renditen sinken weiter – Investoren weichen auf alternative Lagen aus

Die ungebrochen hohe Nachfrage nach erstklassigen Gewerbeimmobilien hat laut CBRE im dritten Quartal 2017 für weiter fallende Spitzenrenditen gesorgt – über fast alle Assetklassen und Märkte hinweg.

Damit sei die Nettoanfangsrendite für Büroimmobilien im Central Business District der Top-7-Märkte zum Vorquartalswert um sieben Basispunkte auf 3,28 Prozent gefallen. Die durchschnittliche Spitzenrendite gab im Vergleich zum Vorjahr um fast einen halben Prozentpunkt nach.

„Anleger suchen zunehmend nach Ausweichstrategien und weichen auf Büroimmobilien in Cityrandlagen und der Peripherie oder Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial aus. Dieser Trend wird sich auch 2018 fortsetzen. In den großen Bürozentren wird das Angebot an Investments weiter abnehmen und große Neubauvorhaben erscheinen nur selektiv am Markt – gerade B-Standorte dürften daher auf Anlegerseite an Interesse gewinnen“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neuer Kfz-Tarif: Was ERGO Kunden nun bietet

ERGO bietet ab sofort einen neuen Kfz-Tarif mit den Produkten Smart und Best an, der kundenfreundlich und verständlich ist. Umfassende Leistungen sind serienmäßig enthalten. Zudem wurde die Schadenbearbeitung digitalisiert: Kunden können Schäden nun leicht online melden und den Status verfolgen.

mehr ...

Immobilien

Lompscher verteidigt Mietendeckel

Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) hat ihre Vorschläge zum sogenannten Mietendeckel erneut verteidigt. Sie sagte am Montagabend auf einer rbb-Inforadio-Veranstaltung im Maison de France in Berlin, mit den Plänen werde dem Ausnutzen der Wohnungsknappheit auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter Einhalt geboten.

mehr ...

Investmentfonds

Ökoworld: Gitarren statt Knarren

Was haben der Rock ‘n’ Roll und Moneten mit Moral gemeinsam? Dieser Frage geht Gunter Schäfer, Chief Communications Officer bei Ökoworld, in seinem aktuellen Blog-Beitrag auf den Grund.

mehr ...

Berater

Scholz: Strafzinsen für Sparer wären “schlechter Einfall”

Müssen Kleinsparer bald Strafzinsen auf ihre Guthaben bei Banken zahlen? Die Politik will das verhindern. Das gibt Bundesfinanzminister Scholz jetzt auch den deutschen Banken sehr deutlich zu verstehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vertriebsexperte Bernd Dellbrügge verstärkt Führungsteam der Real Exchange AG

Die Real Exchange AG (REAX), Spezialist für Anlagevermittlung und -beratung institutioneller Immobilienanlagen, hat Bernd Dellbrügge zum neuen Director Institutional Sales ernannt. Er berichtet direkt an den REAX-Vertriebsvorstand Heiko Böhnke.

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...