16. November 2018, 14:49
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Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Hoch, höher, Hafencity: Teure Hansestadt

Im Schnitt 353.000 Euro – so viel nahmen Hamburger im vergangenen Jahr unterm Strich für die Finanzierung ihrer Immobilie auf. Das durchschnittliche Darlehen liegt damit rund 150.000 Euro höher als zehn Jahre zuvor und verzeichnet 2017 einen bundesweiten Rekord.

Wirft man einen Blick auf die Hamburger Immobilienpreise, ist dieser Spitzenwert alles andere als überraschend. Im letzten Quartal 2017 wechselt eine Hamburger Wohnung im Schnitt für 3.627 Euro pro Quadratmeter den Besitzer. Bei einer 90-Quadratmeter-Wohnung ergäbe das einen stolzen Kaufpreis von rund 326.000 Euro.

„Viele Hamburger und vor allem junge Familien haben es zunehmend schwer, ein bezahlbares Eigenheim zu finden”, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung in Hamburg. „Immer mehr Interessenten weichen daher auf Städte im Hamburger Umland wie Norderstedt oder Kaltenkirchen aus.“ Ein Ende der Preissteigerung sei derzeit noch nicht abzusehen. Damit sind auch bei der Kreditsumme neue Rekordwerte zu erwarten.

Hohe Anstiege auch in anderen Bundesländern

Auch in den übrigen 15 Bundesländern steigen die Immobilienpreise – teils mit enormer Dynamik. Einzig in den neuen Bundesländern – vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen – nehmen die Baufinanzierer mit 192.000 Euro und 204.000 Euro noch vergleichsweise niedrige Darlehen auf.

„Besonders in den ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts ist noch ausreichend Bauland verfügbar, die Grundstücks- und Immobilienpreise sind daher geringer”, erklärt Ferchow. „In Städten wie Dessau oder Wittenberg ziehen die Preise allerdings an und vor allem Immobilien in guten Lagen sind nur noch für sehr solvente Käufer erschwinglich.“

Miet mich, wenn du kannst – Anteil der Kapitalanleger steigt in Stadtstaaten

Während im Jahr 2007 Saarländer, Sachsen-Anhalter und Thüringer anteilig die meisten Mietobjekte finanzierten, fokussieren sich Kapitalanleger 2017 auf die Stadtstaaten. Berlin und Hamburg verzeichnen mit 28,5 und 21,6 Prozent den höchsten Anteil an vermieteten Immobilien.

Der deutlichste prozentuale Anstieg zeigt sich in Bremen: Vor zehn Jahren lag der Anteil der Vermieter hier im bundesweiten Vergleich noch am niedrigsten (2,7 Prozent). 2017 steigt dieser Anteil um das Sechsfache und in der Hansestadt wird fast jedes fünfte Haus für den Zweck der Vermietung erworben.

Seite 3: Wenig Anlageimmobilien im Saarland

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