20. Februar 2018, 14:07
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Fünf-Jahresvergleich: Immobilienpreise in Hannover steigen am stärksten

Die Immobilienpreise in Deutschland haben nach den Ergebnissen des Kaufpreisbarometers von Immowelt neue Höchststände erreicht. Im Fünf-Jahresvergleich legten sie am stärksten in Hannover zu. Es gibt jedoch auch Standorte mit Rückgängen.

B-staedte-hannover in Fünf-Jahresvergleich: Immobilienpreise in Hannover steigen am stärksten

Hannover verzeichnet einen hohen Zuzug und eine große Nachfrage nach Wohnimmobilien.

Seit dem Jahr 2012 sind die Immobilienpreise nach Angaben von Immowelt in 76 der 79 deutschen Großstädte über 100.000 Einwohnern kontinuierlich gestiegen. Für das Kaufpreisbarometer wurden die Preise von Eigentumswohnungen und Häusern ausgewertet.

Die höchste Steigerung verzeichnet demnach Hannover mit einem Plus von 85 Prozent auf Fünf-Jahressicht. Die Kaufpreise legten von 1.240 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2012 auf aktuell 2.290 Euro zu. Die Halbmillionen-Metropole in Niedersachsen habe sich damit genauso dynamisch entwickelt wie weitere Großstädte des Bundeslandes.

Niedersachen mit deutlichen Zuwächsen

Braunschweig (2.060 Euro, plus 78 Prozent) und Wolfsburg (2.000 Euro, plus 68 Prozent) liegen laut Immowelt auf ähnlichem Preisniveau wie Hannover. Ursache für den Aufstieg sei die Tatsache, dass es den Unternehmen in Niedersachsen blendend geht. 2018 sollen weitere 60.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Dieses Wachstum sorge für Zuzüge. Seit 2011 sei die Zahl der Einwohner Hannovers um mehr als fünf Prozent gestiegen.

Auf dem zweiten Platz bei den bundesweiten Preissteigerungen folgt laut Immowelt Augsburg (3.000 Euro, plus 84 Prozent), das sich ebenfalls wirtschaftlich stark entwickelt. Jährlich ziehen 5.000 Menschen in die Fuggerstadt, doch nur 1.500 Wohnungen werden im Schnitt neu gebaut. Die Arbeitslosenquote liege mit 4,9 Prozent auf einem 30-Jahres-Tief. Entsprechend begehrt seien daher auch Immobilien.

Starker Anstieg auch in der Bundeshauptstadt

Auf Platz drei folgt laut Immowelt Berlin. In der Bundeshauptstadt legten die Preise in den vergangenen fünf Jahren um 79 Prozent zu. Aktuell kostet der Quadratmeter 3.370 Euro. Allein 2016 kamen laut den Zahlen des Landesamtes für Statistik 54.200 Neuberliner in die Stadt.

Mit diesem Zuzug könne der Neubau von Wohnungen nicht mithalten. Halte die starke Dynamik bei der Entwicklung der Kaufpreise für Immobilien weiter an, so dürfte Berlin nach Einschätzung von Immowelt in wenigen Jahren zu Frankfurt aufschließen. Dort koste der Quadratmeter im Schnitt 4.040 Euro – was eine Zunahme gegenüber 2012 von 55 Prozent bedeute.

München behauptet Spitzenplatz bei absoluten Kaufpreisen

Die bayerische Landeshauptstadt München liegt bei der prozentualen Zunahme mit 65 Prozent der Preise laut Immowelt zwar nur auf Platz elf aller deutschen Großstädte. Bei den absoluten Preisen ist die Stadt jedoch mit 6.580 Euro am teuersten. Im Jahr 2012 mussten für den Quadratmeter Wohnfläche dort 4.000 Euro bezahlt werden. Auf den Rängen hinter München folgen Ingolstadt (4.170 Euro, plus 65 Prozent) sowie Freiburg (4.050 Euro, plus 50 Prozent).

Preisrückgänge in drei Städten

Doch nicht überall sorgt die starke wirtschaftliche Entwicklung für eine gute Nachfrage bei Immobilien. So gaben in drei Großstädten die Kaufpreise im Fünf-Jahres-Vergleich für Immobilien nach.

Dabei handelt es sich um Oberhausen (1.270 Euro, minus drei Prozent), Chemnitz (860 Euro, minus drei Prozent) und Gelsenkirchen (910 Euro, minus fünf Prozent). Gerade in Gelsenkirchen scheine sich der Preisverfall zu beschleunigen. Vergleiche man die Preise zwischen 2016 und 2017, so liege das Minus sogar bei sieben Prozent, während sich Immobilien in Oberhausen und Chemnitz im selben Zeitraum leicht verteuerten. (bk)

Foto: Shutterstock

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